Franziskus, Marx, Woelki & Co: Warum Ihr immer überflüssiger werdet!

Sie haben es wieder großflächig getan: Von Papst Franziskus bis hin zu Kardinal Marx. Die Botschaft des Weihnachtsmysteriums schamlos missbraucht, um zu zeigen, wie obrigkeitshörig und angepasst sie an das System Merkel sind. [mehr]

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Kardinal Marx hat JESUS diesen Sonntag gleich mehrmals in BamS missbraucht, der verheuchelsten Sonntagszeitung Deutschlands. Der Pfaffe mit dem Bluthochdruck-Gesicht, das wie eine Speckschwarte glänzt, sollte die Frage beantworten: Kann man als Christ AfD-Mitglied sein? [mehr]

Wohin führt Papst Franziskus die Kirche?

Rezension von Thomas May zur Neuerscheinung „Der Diktator Papst“

Marcantonio Colonnas gründlich und umfassend recherchierter Report über den zum Papst Franziskus aufgestiegenen argentinischen Jesuiten Jorge Mario Bergoglio ist ein „Lesehammer“, der das durch die Medien vermittelte Bild eines menschenfreundlichen, reformfreudigen Oberhirten zunichtemacht und hinter der einer „erfolgreiche[n] Beschönigungskampagne“ (S. 248) geschuldeten Maske das Gesicht eines charakterlich zwielichtigen Machtmenschen freilegt. [mehr lesen]

Der Rauch Satans

Neu ist, dass auch Papst Franziskus im Zentrum der Vorwürfe steht: „Neben der halben Kurie klagt Erzbischof Viganò Papst Franziskus in persona an, dieser habe die unter Papst Benedikt XVI. gegen Kardinal McCarrick erlassenen Sanktionen … im vollen Wissen um McCarricks Untaten aufgehoben und ihn sogar zu seinem eng-vertrauten Berater gemacht.“

Und Beverfoerde ganz konsequent dazu: „Wenn dies wahr ist – und derzeit spricht wenig für das Gegenteil – dann steht der Nachfolger des Heiligen Petrus, der den offiziellen Titel „Heiliger Vater“ trägt, unter Anklage nicht nur der Mißbrauchs-Vertuschung, sondern der Komplizenschaft mit der Anti-Kirche.“ [zum Artikel]

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Somit ist klar, dass die Deutsche Bischofskonferenz unter Kardinal Marx sich nicht für die christliche Familie einsetzen wird. [zum Artikel]

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In der häretischen Feier im Wiener Stephansdom sagte der HIV-Millionär G. Keszler:  „Es ist egal, was man glaubt, wenn man betet.“

Beim nächsten Ball wird er wieder die Nackten tanzen lassen und die geile, hedonistische Gotteslästerung im Wiener Rathaus hochleben lassen, mit Vollgekifften Typen, Kinder und Jugendliche verführend.  Mit dem Sanctus der Kirche.

Schönborns Beteuerungen, dass Jesus ist nicht gekommen sei zu richten, sondern zu retten: ja, aber sein Rettungshandeln geschieht durch den Ruf an die Menschen, umzukehren. Ein Kardinal Gottes hat hat genau diesen Ruf auszusprechen. Es ist eine klare Verantwortung. Leider lässt die katholische Kirche die Menschen darüber im Unklaren, wie sie gerettet werden, und ist mitverantwortlich für verlorene Seelen, kaputte Familien, kaputte Leben, zigtausende getötete Kinder. Schönborn ruft statt zur Umkehr zum Weitermachen auf.

Nach dem Hochamt des Schwulentums am Freitag ist Herr Schönborn enttäuscht darüber, dass das Höchstgericht höchst konsequent gleich unserem Parlament und der Regierung…

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Angepasst: Bischof Overbeck

Es war einmal … Nein, ich will Ihnen hier kein Märchen erzählen, sondern aufzeigen, wie deutsche Bischöfe schon seit Jahren die katholische Kirche ins Abseits manövrieren. Im  Dezember 2012 diskutierte Bischof Overbeck im Rahmen der Reihe „Dialoge mit dem Bischof“ über das Thema „Die Lebensgeschichte[i] ernst nehmen“.  Da kommt u. a. ein sog. Theologe namens Schockenhoff zu Wort. Hier einige Kostproben (Sollten Sie das Dokument auf der Bistumsseite nicht mehr finden, können Sie es bei mir anfordern):

„Es sind nicht nur die anderen, die mit ihren Lebensentwürfen scheitern, sondern auch die Christen.“

Unsinniger geht es wohl kaum. Das Leben des Christen ist immer schon auch ein Scheitern gewesen. Früher konnte man das (und in einigen Ländern heute noch) an den langen Schlangen vor den Beichtstühlen erkennen. 

„Kirche geht von dem Prinzip der Versöhnung aus. Sie sollte die Menschen dazu befähigen, sich mit ihren Lebensentwürfen zu versöhnen.“

Es geht doch nicht darum sich mit seinen Lebensentwürfen zu versöhnen (sprich: mit seinem  Scheitern und seiner  Sünde zufrieden und versöhnt zu sein), sondern sich mit Gott zu versöhnen (sprich: seine Schuld anzuerkennen und in der Beichte die Vergebung zu erfahren).

Wiederverheiratete Geschiedene vom Sakrament der Kommunion auszuschließen sei nicht der richtige Weg, …

Zu dieser Bemerkung gibt es nur zwei logische Schlussfolgerungen: Entweder meint Herr Schockenhoff, dass der Ehebruch keine schwere Sünde ist, dann sind Ehebrecher selbstverständlich nicht vom Sakrament der Kommunion ausgeschlossen. Sollte Herr S. den Ehebruch aber für eine schwere Sünde halten, dann folgt aus seiner Forderung, dass jeder in schwerer Sünde verharrende Katholik zur Kommunion eingeladen ist.  Blick auf den Bischof: Wenn Herr Overbeck solchen Pseudotheologen ein Form bietet, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Beichtpraxis (außer bei den viel geschmähten Fundis) fast gestorben ist. Das heißt: Entweder sind die Katholiken hierzulande alle Heilige, oder, wie oben gesagt, sie sind mit ihren Sünden versöhnt und haben die Versöhnung durch Gott nicht mehr nötig.

Nun zu Bischof Overbeck:

Er äußerte er sich u. a. folgendermaßen:

„Angesichts veränderter gesellschaftlicher Bedingungen und zunehmend differenzierter Lebensentwürfe ist es notwendig, neue pastorale Antworten zu finden“, betonte Ruhrbischof Overbeck. „Rund die Hälfte der neu geschlossenen Ehen gehen wieder auseinander. Dieses Spannungsverhältnis zur Lehre der Katholischen Kirche müssen wir ernst nehmen“.

Im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gelte es, die konkreten Lebensumstände sorgfältig in den Blick zu nehmen. „Ich kann die Seelsorger nur ermuntern, ein Wegbegleiter zu sein und nicht mit Sanktionen zu drohen. Die Kommunionbank ist keine Richtbank“, so Overbeck. Priorität habe der Dienst am Menschen. „Wir sollten jeden Einzelnen in seiner Würde und mit seiner Lebensgeschichte ernst nehmen. Das gilt für Priester, aber auch für die Gemeinde, die schließlich ihre Mitglieder in der Gemeinschaft trägt“, so der Bischof. Letztendlich müsse jeder Einzelne seine Entscheidungen mit dem eigenen Gewissen

Es verwundert (oder heutzutage vielleicht auch nicht!!!) , ein solch hirnloses Geschwafel von einem Bischof  zu vernehmen. Eine zu starke Bemerkung? Schauen wir uns die Aussagen des Bischofs einmal genauer an:

„Angesichts veränderter gesellschaftlicher Bedingungen und zunehmend differenzierter Lebensentwürfe ist es notwendig, neue pastorale Antworten zu finden“, …

Seit wann haben sich Christen veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen? Was soll das Nebelwort „differenzierte Lebensentwürfe“? Warum nennt er die veränderten Lebensbedingungen und differenzierten Lebensentwürfe nicht beim Namen: Abtreibung, Homoehe, Sexualisierung der Kinder, Abschiebung schon der kleinsten Kinder in Kinderkrippen,  zunehmende Gewaltbereitschaft, rapides Absinken des Bildungsniveaus, dramatischer Rückgang bei der Mitfeier der Sonntagsmesse  … Welche pastoralen Antworten will Herr Overbeck denn da geben? Mit der Schließung von Kirchen ist es wohl nicht getan. Leider keine klare Antwort. Es gibt aber nur zwei Möglichkeiten: Anpassen oder Gegensteuern. Für welchen Weg sich Herr Overbeck entschieden hat, dürfte klar sein. Der hl. Paulus sieht das aber so: „Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene“ (Röm 12,2)!

Ein Blick in die Kirchengeschichte:  Haben sich etwa die Christen im Römischen Reich den damals gesellschaftlichen Gepflogenheiten angepasst? Sie haben sich ihnen widersetzt  und nach ihrem Glauben gelebt. Damit waren sie überzeugend, aber viele hat es das Leben gekostet. Und in der neueren Geschichte? Unter dem Nationalsozialismus gab es – auch bis in die höchsten Ränge der katholischen Kirche – etliche, die sich „den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen“ angepasst haben. Sie sicherten sich damit ihr irdisches Wohlergehen. Aber es gab auch die Christen, die ihrem Glauben treu blieben und das oft mit dem Tod büßen mussten. Und auch heute gibt es Christen, die sich „den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen“ nicht anpassen. Leider  werden sie von ihren Bischöfen weitgehend allein gelassen.

Im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gelte es, die konkreten Lebensumstände sorgfältig in den Blick zu nehmen.

Welche Lebensumstände das sein sollen, verschweigt Herr Overbeck. Um dem Vorwurf „leeres Stroh zu dreschen“  begegnen zu können, müsste er doch hier diese „näheren Umstände“ deutlich ansprechen.  Tatsache ist nach der Heiligen Schrift: „Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch“ (Mk 10,11). Es ist das Geheimnis von Herrn Overbeck, welche „konkreten Lebensumstände“ daran etwas ändern.

„Ich kann die Seelsorger nur ermuntern, ein Wegbegleiter zu sein und nicht mit Sanktionen zu drohen. Die Kommunionbank ist keine Richtbank“, so Overbeck,

Was soll diese unsinnige Bemerkung? Seelsorger waren immer Wegbegleiter, aber sie haben vor der Ära Overbeck in christlicher Verantwortung die ihnen anvertrauten Gläubigen auch immer vor Irrwegen gewarnt und –  ganz im Sinne unseres Herrn – auf die Gefährdung ihres ewigen Heils hingewiesen. Und die Bemerkung über die „Richtbank“ ist einfach albern. Wer hat jemals die Kommunionbank als „Richtbank“ bezeichnet? Wohl aber können wir in der Heiligen Schrift lesen: „Wer unwürdig von dem Brot isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig am Leib und Blut des Herrn, … der isst und trinkt sich das Gericht“ ( 1 Kor 11,27 f.). Und nach dem  Missale Romanum von 1970/75 betet der Priester vor der Kommunion:  Herr Jesus Christus, der Empfang deines Leibes und Blutes bringe mir nicht Gericht und Verdammnis, sondern Segen und Heil.“

„Wir sollten jeden Einzelnen in seiner Würde und mit seiner Lebensgeschichte ernst nehmen. Das gilt für Priester, aber auch für die Gemeinde …“

Was sollen diese nichtssagenden Plattitüden?  Gerade Priester, die sich um das ewige Heil der Gläubigen sorgen, nehmen die ihnen anvertrauten Menschen ernst. Und diejenigen Theologen und Priester, die den Menschen die Lebensregel vermitteln „Mach doch, was du willst“, nehmen den Menschen eben nicht ernst. So kommen wir zu einem weiteren Bonmot von Herrn Overbeck.

Letztendlich müsse jeder Einzelne seine Entscheidungen mit dem eigenen Gewissen vereinbaren.

Da habe ich einige Fragen an Herrn Overbeck: Ist es in Ordnung, wenn jemand alkoholisiert Auto fährt, wenn er diese Entscheidung mit seinem Gewissen vereinbaren kann? Haben Sie etwas gegen islamische Selbstmordattentäter? Die handeln doch zweifellos nach ihrem Gewissen, wenn sie sogar bereit sind, ihr Leben für ihre Gewissensentscheidung zu opfern. Und auch bei dem Problem der Abtreibung  wird zunehmend das Gewissen ins Spiel gebracht. Finden Sie es richtig, dass weltweit Millionen Kinder  vor ihrer Geburt ermordet werden, weil es ja eine Gewissensentscheidung ist? Merken Sie nicht, Herr Overbeck, dass das Gerede von der „Gewissensentscheidung“ heute eine reine Nebelkerze ist, um jedwedes unmoralisches Verhalten zu rechtfertigen?

Sehr geehrter Herr Bischof! Ich nehme Sie sicherlich ernst, sonst hätte ich diesen Beitrag nicht geschrieben. Hier ein Vorschlag zur Güte:

Fragen Sie doch die Ihnen anvertrauten Katholiken einmal, ob sie einen lebendigen Bezug  zu Gott haben. „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben …“ so heißt das erste Gebot, verknüpft mit dem Gebot der Nächstenliebe. Wenn man jemanden von Herzen liebt, dann hat man auch dann, wenn es einem ungelegen kommt, immer Zeit für ihn. Ich habe meinen Schülern oft erklärt, dass man Liebe messen kann. Wenn sie dann ungläubig dreinschauten, dann habe ich ihnen genau das gesagt: Für den, den man liebt, hat man auch Zeit. So sollte man jeden Christen, der behauptet katholisch zu sein, ganz konkret  fragen: „Wie viel Deiner Zeit des Tages widmest  Du dem Gespräch mit Gott (Gebet)?  Feierst Du jeden Sonntag die hl. Messe – Zentrum unseres Glaubens –  mit, oder ist das schon zu viel für Dich, weil andere Dinge Dir wichtiger sind? Liest Du regelmäßig  in der Heiligen Schrift, um Dich mit den Gedanken Gottes vertraut zu machen?  Gehst Du regelmäßig zur hl. Beichte, um durch den Priester die Vergebung Gottes für Deine Verfehlungen und Sünden zu erhalten, oder bist Du der Meinung, schon ein Heiliger zu sein bzw. ein Recht auf Sünde zu haben?

 

[i]  https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/die-lebensgeschichten-ernst-nehmen/

 

Requiem der Unzucht

Eigentlich sollten wir Christen darin einig sein, dass Gottes Gebote universal gültig sind – für alle Menschen in allen Generationen. Nur mit der Einhaltung der Gebote unseres Schöpfers ist ein gelingendes Leben als Einzelner und in der Gemeinschaft möglich. So sind auch Ehebruch, Sodomie, Pädophilie und Homophilie in der Bibel Sünde… Schönborn & Co. werden suggerieren, dass Gottes Gebote für uns Menschen so wenig Gültigkeit haben wie zu Zeiten Noahs, des Turmbaus zu Babel oder in Sodom und Gomorrha. Wir sind ja moderner als Gott. [Quelle]

Bischof Koch und die „Heutzutage-Katholiken“

Ein entlarvendes Grußwort

 

 

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in katholischen Einrichtungen und Diensten, sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe, Partnerschaft und Sexualität sind für Kinder und Jugendliche zentrale Themen bei der Entwicklung und Entdeckung ihrer eigenen Persönlichkeit und Identität. Das Erleben der uns von Gott geschenkten Sexualität prägt jeden Menschen ganz einzigartig.

Entsprechend stellt sich sexualpädagogische Arbeit als ein wesentliches und komplexes Handlungsfeld in der Begleitung von jungen Menschen in unseren Einrichtungen dar.

Hier stellt sich die Frage, welche Inhalte diese Arbeit aufzuweisen hat. Unter Bischof Koch sieht das so aus: „Auch Mädchen unter 18 Jahren haben grundsätzlich die Möglichkeit, eine Schwangerschaft in den ersten zwölf Wochen straffrei abbrechen zu können.“ Das ist keineswegs, wie oben behauptet, komplex, sondern absolut eindeutig.

Die Jugendkommission der deutschen Bischofskonferenz 1999 schrieb: „Wir wissen um die Schwierigkeiten, ohne Spannungen aufheben zu können. Aber wir wollen einander ermutigen, die Jugendlichen in konkreten Situationen nicht allein zu lassen und miteinander zu lernen.“ (AH 148 der DBK, S. 5). Diesem Zugang zu sexualpädagogischem Handeln in den unterschiedlichen katholischen Arbeitsfeldern möchte sich Bischof Koch ausdrücklich anschließen.

Das sind doch völlig leere Phrasen: „Wir wissen um die Schwierigkeiten, ohne Spannungen aufheben zu können.“ Was soll das denn heißen? Welch Spannungen sind da gemeint? Warum lassen sie sich nicht auflösen? Und wie will man einander ermutigen? Zu was will man einander ermutigen?  Was will man voneinander lernen?  Reine Worthülsen ohne jede inhaltliche Aussage! Die Ermutigung seitens Bischof Koch sieht wohl so aus,  „dass volljährige Personen grundsätzlich mit minderjährigen Personen schlafen dürfen, sofern es sich um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr handelt.“

Auf diesem Fachtag wird es in besonderer Weise darum gehen, den Spannungen zwischen katholischer Sexualmoral, eigener Haltung, Lebenswelt und den sexualpädagogischen Anforderungen am Arbeitsplatz nachzuspüren und ins Gespräch darüber zu kommen.

Dieses Geschwafel ist kaum zu verdauen. Es geht doch nicht darum, Spannungen zwischen katholischer Sexualmoral und eigener Haltung „nachzuspüren“. Die katholische Sexualmoral ist eindeutig, und die eigene Haltung des überwiegenden Teils der katholischen Jugend –  gefördert u. a. durch die bischöflich geduldete „Jugendarbeit“ das BdkJ – hat damit überhaupt nichts mehr am Hut.

Der Titel dieses Fachtages „In Freiheit und Verantwortung“ nimmt auch den Ansatz des miteinander Lernens auf. Eine Kirche, die den Menschen heutzutage versucht, ihre Meinung aufzuzwingen, ist verrückt.

Es ist entlarvend, dass Bischof Koch die kirchliche Lehre als „Meinung“ verkaufen will. Jeder kann natürlich anderer Meinung sein. Und Bischof Koch möge doch einmal sagen, wo heute die Kirche ihre „Meinung“ irgendjemandem aufzwingt. Folglich kann man seine Aussage nur so verstehen, dass die katholische Kirche verrückt ist, wenn sie ihre Lehre noch verkündet. Hat er noch nicht gemerkt, dass es ganz andere Kräfte sind, die ihre perversen Vorstellungen von Sexualität in unsere Gesellschaft tragen und die Jugend vom Kindergarten bis zum Gymnasium indoktrinieren?  Aber Bischof Koch hat nichts anderes zu bieten als den Schlachtruf: „Da mach ich mit!“ oder seiner politischen Ausrichtung folgend: „Das schaffen wir.“

Und dann ist da das verräterische Wort „heutzutage“.

Hat denn Herr Koch noch nie einen Blick in die Kirchengeschichte getan? Haben sich etwa die Christen im Römischen Reich den damals gesellschaftlichen Gepflogenheiten angepasst? Sie waren verrückt genug, sich ihnen zu widersetzen und nach ihrem Glauben zu leben. Damit waren sie überzeugend, aber viele hat es das Leben gekostet. Und in der neueren Geschichte? Unter dem Nationalsozialismus gab es – auch bis in die höchsten Ränge der katholischen Kirche – etliche die sich dem „heutzutage“ angepasst haben. Sie sicherten sich damit ihr irdisches Wohlergehen. Aber es gab auch die verrückten Zeitgenossen, die ihrem Glauben treu blieben und das oft mit dem Tod büßen mussten. Und auch heute – um auf das Thema der Fachtagung zurückzukommen – gibt es verrückte Jugendliche, die sich dem Sexterror nicht beugen wollen. Leider finden sie in Bischof Koch keinerlei Unterstützung  für ihr mutiges und überzeugendes Vorbild. Sie werden von ihm allein gelassen, weil er sich lieber einer durchsexualisierten und permissiven Gesellschaft anpasst als Zeugnis für eine christliche Lebensgestaltung abzulegen. Ihn mahnt Paulus vergebens:  „Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene (Röm 12,2) !

Wir müssen die Unterschiedlichkeit von Vorstellungen über Sexualität in unserer Gesellschaft zur Kenntnis nehmen. In der Begleitung  junger Menschen müssen wir aber auch in der Lage sein, profiliert zu begründen, dass der christliche Glaube und sein Menschenbild zur Selbstverwirklichung, zu wahrer Beziehung und Intimität freimachen können.

Ich kann das leider nicht anders sagen: Totaler Schwachsinn, was der Bischof hier von sich gibt. Wo ist denn diese „Unterschiedlichkeit von Vorstellungen über Sexualität in unserer Gesellschaft“?  Es gibt doch  nur noch die vollsexualisierte Gesellschaft und einige verrückte Katholiken, die sich ihr wiedersetzen. Und was will Herr Koch denn damit sagen, dass „der christliche Glaube und sein Menschenbild zur Selbstverwirklichung, zu wahrer Beziehung und Intimität freimachen können“? Meint Her Koch vielleicht folgenden Beitrag aus den „Praxistipps“ des Fachtages:

Wie funktioniert *** ? (Das Wort finden Sie auf S. 3 in den „Praxistipps“ des bischöflichen Sexteams.

  1. Erklärung des Begriffs
  2. Klischeesaufklären (nicht alle Männer wollen immer…)
  3. Auf sexuelle Bedürfnisse aufmerksam machen–nur das tun, was man auch selbst als lustvoll empfindet

Wie beruhigend: Nicht alle Männer wollen …  

Wie tief christlich: Nur das tun, was man selbst als lustvoll empfindet.

Ich möchte Sie ermutigen, sich hier und heute auf einen offenen Austausch einzulassen und sich in Ihrem Arbeitsalltag in diesem Sinne auf den Weg zu machen. Ich möchte Sie um profilierte sexualpädagogische Arbeit in Ihrer Einrichtung bitten und Ihnen Mut dazu machen. Es ist unser Auftrag, jungen Menschen dem Suchen und Fragen nach der eigenen Persönlichkeit und Körperlichkeit Ausdruck zu geben und ihnen dabei zur Seite zu stehen.

Diesen letzten Abschnitt des Grußwortes zu kommentieren erübrigt sich

 Hierzu wünsche ich Ihnen gutes Gelingen, wertvolle Impulse und Gottes Segen!

Erzbischof Dr. Heiner Koch

Berlin, 23. Februar 2016

Gottes Segen auf diesen Fachtag herabzurufen scheint mir nahe an der Blasphemie zu sein.