Bischof Zollitsch verbreitet Häresien – 1

Die Piusbruderschaft hat am Montag in einer Aussendung dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, vorgeworfen, dass dieser am Karsamstag in einer Fernsehsendung eine Häresie vertreten habe.  [mehr]

Beleg-Video Die Aussagen des Bischofs lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig: Journalisten Meinhard Schmidt-Degenhard fragte: „Sie würden es jetzt nicht mehr so formulieren, daß Gott quasi seinen eigenen Sohn hingegeben hat, weil wir Menschen so sündig waren? So würden sie es nicht mehr formulieren?“ Darauf antwortete Bischof  Zollitsch: „Nein!“ Völlig verwaschen dagegen sind seine Ausführungen im Konradsblatt, als er versuchte,  seine häretische Aussage zu relativieren:

“ … Für sie lebt und wirkt er – und geht dabei den Abgründen menschlichen Lebens nicht aus dem Weg, auch nicht dessen Verstrickung in Schuld und Bosheit. Wir Heutigen können in diesem Zusammenhang auch von Jesu Solidarität sprechen, die sich darin zeigt, dass der Herr die leidvolle Dunkelheit und Angst menschlichen Lebens am eigenen Leib austrägt und mitfühlen kann mit unserer Schwäche (vgl. Hebr 4, 15–5, 10). Und seine Solidarität geht noch einen Schritt weiter: Jesus ist nicht nur den Seinen lebensmäßig eng verbunden, er tritt auch für sie ein und handelt stellvertretend für sie …. Der christliche Glaube scheut sich nicht, sogar noch dem Tod des Herrn eine positive, heilsvermittelnde und sühnende Bedeutung zuzuschreiben. Christus stirbt zu Gunsten der Menschen und stellvertretend für sie. Er tut, was sie selbst nicht tun können, weil sie in die Sünde verstrickt sind. Er wird zu einem Opfer menschlicher Bosheit, das gedemütigt und gequält am Kreuz stirbt. Stellvertretend für die Menschen überlässt er sich als Opfer der rettenden und wirksamen Liebe Gottes, die tiefster Grund seiner Lebenshoffnung ist. …“

Der ganze Artikel ist eine Nebelbombe. Natürlich enthält er auch wahre Sätze nach dem Muster: „Manchmal scheint die Sonne und manchmal regnet es.“ Zur strittigen Sache gibt es keine klare Aussage. Insbesondere die Worte„handelt stellvertretend für sie“ sind völlig unsinnig, wenn Jesus, wie Bischof Zollitsch behauptet, nicht für unsere Sünden gestorben ist. Wo soll da die Stellvertretung liegen?

Bezeichnend ist, dass von den engagierten Kirchenkritikern zu diesem Vorfall nichts zu vernehmen ist. Die melden sich anscheinend nur, wenn Glaubenswahrheiten in Erinnerung gerufen werden und nicht, wenn sie geleugnet werden.

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