Die „Sorgen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

„Klimaschutz und Schöpfungszeit“ ist der Bericht über die Herbstvollversammlung des ZdK von Daniel Deckers in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 22.11.08 überschrieben. Was die Anwesenden rund 150 Teilnehmer dieser Vollversammlung des ZdK an Berichtenswertem bewegt hat, waren Klimaschutz, die Feier eines besonderen Schöpfungstages an jedem 1. September mit „anschließender Schöpfungszeit bis zum Erntedankfest in ökumenischer Gemeinschaft“ und die Forderung nach Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie.

„Klimaschutz und Schöpfungszeit“ ist der Bericht über die Herbstvollversammlung des ZdK von Daniel Deckers in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 22.11.08 überschrieben. Was die Anwesenden rund 150 Teilnehmer dieser Vollversammlung des ZdK an Berichtenswertem bewegt hat, waren Klimaschutz, die Feier eines besonderen Schöpfungstages an jedem 1. September mit „anschließender Schöpfungszeit bis zum Erntedankfest in ökumenischer Gemeinschaft“ und die Forderung nach Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie mit dem mehrheitlich gefassten Beschluss die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke unter keinen Umständen zu verlängern. In der Glosse „Christinnen und Christen“ kommentiert Daniel Deckers in der gleichen Ausgabe der FAZ die Politik des ZdK wie folgt: „Gestern Hymnen an die Familienpolitik Frau von Leyens, davor die unverhohlene Parteinnahme für Expansionspläne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, heute ein Klimapapier, das fast eins zu eins ins Wahlkampfprogramm von SPD und Grünen eingehen könnte“. Was ist zu tun? Es ist zu einfach, wenn wir sagen, lasst die doch diskutieren und beschließen. Das ZdK nimmt ohnehin niemand ernst. Schlimmer, diese Institution ist nicht nur unnütz, von ihr gehen sogar falsche Signale aus: Siehe „Donum vitae“. Was von diesem ZdK aber nicht ausgeht, das ist ein Funken von pfingstlichem Geist oder Begeisterung für die Kirche. Anstatt sich der drängenden Fragen der Katholiken in Deutschland anzunehmen, spielt dieses ZdK Ersatzparlament mit Rot-Grüner Schlagseite, was umso bedenklicher ist, als die Katholiken in den C-Parteien im wirklichen Parlament keine verlässlichen Partner mehr haben. Das ZdK ist die von den Bischöfen anerkannte Vertretung der katholischen Laien, ihre Stimme in den gesellschaftspolitischen Raum hinein, und sie kostet den Verband der Diözesen, d.h. den katholischen Kirchensteuerzahler Millionen. Nun gäbe es für eine Vertretung der Katholiken gewiss dringende Anliegen, die katholischen Laien auf den Nägeln brennen, z.B.:

Die Christenverfolgung in Ländern, mit denen wir politische und florierende Wirtschaftsbeziehungen unterhalten. Es sind die Katholiken, die von der Verfolgung am härtesten betroffen sind.

Die Neuevangelisierung. Wir erleben das Dahinschwinden der Volkskirche, aber, abgesehen von den in Deutschland kleinen neuen geistlichen Bewegungen, keinen Neuaufbruch. Das ZdK hat bisher nur dazu beigetragen, im antirömischen Affekt einen solchen zu lähmen. Was sich in der katholischen Kirche in den letzten Jahren bewegt hat, hatte sein Zentrum in Rom, nicht im ZdK.

Der Religionsunterricht. Ein Pisatest über das religiöse Wissen unserer Schüler würde katastrophale Ergebnisse an den Tag bringen. Es geht hier nicht um das unnütze Spiel, das nicht weiterführt, in dem Eltern verlauten lassen: „Unsere Kinder erfahren im schulischen Religionsunterricht nichts über den Glauben“ und die Religionslehrer kontern, „Wenn Schüler in den Religionsunterricht kommen und nicht einmal mehr das „Vater unser“ kennen, sind wir machtlos“. Beide stehen in der Pflicht, das zu tun, was ihre Aufgabe ist. Es ist nicht bekannt, dass sich das ZdK um dieses existentiell wichtige Thema für das Weiterleben des Glaubens in unserem Land bisher ernsthaft angenommen hätte.

Sexualkundeunterricht. Er ist gewiss notwendig. Wie er vielfach durchgeführt wird, bedeutet er die Frühsexualisierung von Kindern mit praktischer Anleitung zu Sex ohne Folgen. Die Liste der Versäumnisse ließe sich beliebig verlängern. Wozu brauchen wir also das ZdK? Wir brauchen es schon lange nicht mehr. Und das ist die Frage an die Bischöfe. Ist es nicht ihre Hirtenaufgabe, die Gläubigen vor dieser Institution zu schützen und sie endlich aufzulösen? Daniel Deckers schließt seine Glosse mit: „So wird durch funktionärsgesteuerte Festlegungen das breite Meinungsspektrum unter Katholiken missachtet und in der Diskussion die Beweislast zu Lasten derer verschoben, die nicht mit dem Strom des Zeitgeistes schwimmen. Sich dagegen zu wehren wird unter den Christen und Christinnen im ZdK immer schwerer“.

[Quelle]

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