Herr Schneider ringt

Im „ökumenischen Dialogprozess mit der römisch-katholischen Schwesterkirche“ „ringen (wir) weiter um Gemeinschaft am Tisch des Herren und um ein Amtsverständnis, das Laien und Frauen nicht von kirchenleitenden Ämtern ausschließt.“  [zum Artikel]

Ich frage mich, warum der Protestantismus so überheblich daherkommen kann. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man auf evangelischer Seite genau weiß, dass die deutschen katholischen Bischöfe (Ausnahmen gibt es!) stets die Augen niederschlagen, wenn von protestantischer Seite Frechheiten geboten werden. Was meint denn Herr Schneider, wenn er sagt:” Wir ringen…”. Wer ringt denn da? Sicher nicht die authentische katholische Kirche. Sie hat in höchster Verbindlichkeit klargestellt, dass es ein Weiheamt für Frauen nicht geben kann. In anderen verantwortungsvollen Positionen sind Frauen in der katholischen Kirche schon seit ihrer Gründung tätig. Von katholischer Seite möchte ich gerne hören, dass wir darum ringen, dass unsere liebe Gottesmutter im Protestantismus endlich eine Heimat findet. Von vielleicht wichtigeren theologischen Differenzen einmal abgesehen, wird ein wahrhaft katholischer Christ niemals in eine Ökumene einwilligen, in der seine Mutter ins Abseits gestellt wird. Wir ringen darum, dass evangelische Christen sich mit dem Rosenkranz vertraut machen, wir ringen darum dass sie als minimales ökumenisches Entgegenkommen das Kreuzzeichen machen, wir ringen darum, dass sie in einer katholischen Kirche die Kniebeuge machen, aber wir werden vergebens ringen, denn Protestanten können nur fordern, aber nicht geben. Herr Schneider meint dann auch: „Weil wir aber gewiss sind, dass in Jesus Christus die Einheit der einen, heiligen, allgemeinen und apostolischen Kirche immer schon gegeben ist, können wir gelassen und geschwisterlich mit der Vielfalt kirchlicher Strukturen und Gestalten umgehen…“ Das sind m. E. leere Sprüche. Es geht nicht um die „Vielfalt kirchlicher Strukturen“, sondern schlicht um die Wahrheit. Und die kennt eben keine Kompromisse. Zwichen 2 + 2 = 4 und 2 + 2 = 5 gibt es keine ökumenischen Bemühungen, sondern nur eine klare Enscheidung.  Entweder man will katholisch oder protestantisch sein. Beides ist zu respektieren. In der Schneider-Kirche gibt es nun auch homosexuelle Pfarrhäuser. Ist homosexuelles Zusammenleben nun nach Gottes Willen oder nicht? Die EKD sagt „ja“, die katholische Kirche sagt „nein“.  Da kann man nicht mit „Vielfalt“ argumentieren, man muss sich entscheiden. Nach katholischem Verständnis ist homosexuelle Praxis Sünde, nach evangelischem Verständnis wird durch die Vorbildfunktion der Homopfarrer auch die Jugend zu diesem Tun ermuntert. Wir brauchen keine scheinökumenischen Bemühungen! Es gibt nur drei Möglichkeiten, entweder Rückkehr zur katholischen Kirche, Verharren im Irrtum oder der Protestantismus überredet die katholischen Bischöfe zu einer „Mülltrennungsökumene“ unter Aufgabe des eigenen Glaubens.

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