Wider das verschleiernde Geschwafel

Man redet viel und sagt nichts. Man referiert die kirchliche Lehre, verkündet sie aber nicht. Man tritt in den Dialog und meidet das Zeugnis. Eine allgegenwärtige Nichtpräsenz hat sich dort etabliert, wo der Märtyrer einst feststand und am Ende starb. Man palavert ins Unverbindliche und wenn die wilden Tiere einen ausgehungert anschauen, wirft man ihnen zur Ablenkung ein paar Stücke Zustimmung hin. Man hat sich schon beinahe daran gewöhnt, dass Kirchenvertreter in der Regel an dem vorbeireden, was sie eigentlich sagen sollten, sich unscharfer Begriffe bedienen oder ausweichen, wenn es ernst wird. Sie mögen es nicht, für eindeutig gehalten zu werden. Lieber haben sie es, wenn sie sich von anderen, eher Eindeutigen, distanzieren können.

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4 Kommentare zu „Wider das verschleiernde Geschwafel

  1. Wenn Sie sich schon aufregen, schreiben Sie doch wenigstens Klartext: Sie wünschen sich dass mit den Leuten wieder kräftig geschimpft und „Schlitten gefahren“ wird. Dass mindestens jeden Sonntag von den Kanzeln herunter gedonnert wird, wider den abscheulichen Abtreibungsmassenmord, die widerwärtige Verhütungsmentalität und alles andere. Dass den Gläubigen schon hienieden unmissverständlich klar gemacht wird, dass sie jeden, aber auch wirklich jeden Sonntag in der Kirche zu erscheinen haben, dass Mischehen absolutes no-go sind und dass außerhalb der Kirche kein Heil zu finden ist.

    1. Sie hauen ja ganz schön auf den Putz. Argumente kann ich in Ihrem recht poetischen Text leider nicht finden. Wir gehören schlicht und einfach zwei verschiedenen Glaubensrichtungen an. Wenn Sie für Abtreibung und Verhütung sind, ist das Ihre Sache. Wenn man überall das Heil finden kann – nun gut, dann mag man es überall suchen. Ich bin nun einmal katholisch und Sie haben sich offensichtlich eine Privatreligion gebastelt. Das sei Ihnen unbenommen. Wenn auf einem Vegetarierfestival auch Schweinsbratwürstchen angeboten werden, kann man sich über die Vegetarier doch nur noch lustig machen. Ein Vegetarierfestival verdient seinen Namen nur, wenn ausschließlich vegetarische Gericht angeboten werden und nicht, wenn auch vegetarische Gerichte angeboten werden. Auf manchen Packungen in den Tiefkühltruhen steht: Auch einzeln entnehmbar. Das alles ist nun einmal beim katholischen Glauben nicht möglich. Hier heißt es: Entweder ganz oder gar nicht! Was ich mir wünsche, ist, dass die katholische Kirche sich nicht selbst aufgibt, indem sie – wie die Protestanten – dem Zeitgeist huldigt. Vielleicht können Sie mir folgende Frage beantworten: Wenn man überall das Heil finden kann, warum arbeitet man sich dann an der katholischen Kirche und ihren Lehren so ab? Man brauchte sie doch nur zu verlassen. Kein Mensch wird gezwungen, katholisch zu sein.

  2. Wozu brauche ich Argumente, wenn ich im Besitz der göttlichen Wahrheit bin? Ich habe doch absolut Recht mit den Aussagen Abtreibungsmassenmord, Verhütungsmentalität, absolute Laschheit beim Besuch der Allerheiligsten Eucharistie am Sonntag; ich habe höchstens noch die absolute Vernachlässigung des Busssakraments und die Schludrigkeit bei der striktesten Beachtung katholischer Ehemoral vergessen, soweit dies nicht schon mit der schweren Sünde der Verhütungsmentalität abgedeckt wäre.

    Und ich habe mitnichten mir eine „Privatreligion“ gebastelt. Jede einzelne meiner Aussagen (und tausende mehr!) finden Sie im Katechismus der Katholischen Kirche aufgeführt.
    Fast dreitausend Paragrafen auf über achthundert Seiten, die den Weg zum Heil präzise festlegen, eingrenzen und in epischer Breite beschreiben.
    Und jetzt müssen Sie uns nur noch mitteilen, dass man das alles nicht so eng sehen darf und der Katechismus nicht so wichtig wäre.
    Dann sind Sie aber so was von auf dem Weg zur Hölle, dass das Wort DIRETTISSIMA der Euphemismus des Millenniums wäre.

    PS: Ihre Aussage „ganz oder gar nicht“ finde ich ganz wunderbar. Sie bedeutet, dass ich meinen Katechismus nicht wegschmeißen muss, ihn nicht völlig nutzlos studiert habe (mein absoluter Liebling ist der 2266!) und dass ich ihn weiterhin jedem Laukatholiken welcher Provenienz auch immer, um die Ohren hauen, pardon, ich meinte natürlich zitieren darf.

    1. Mir ist nicht ganz klar, was Sie eigentlich sagen wollen. Ihre Bemerkung „Und jetzt müssen Sie uns nur noch mitteilen, dass man das alles nicht so eng sehen darf und der Katechismus nicht so wichtig wäre…“ kann ich nicht einordnen. Sie haben wohl meine Bemerkung über die Privatreligion missverstanden. Es ist ein unverdientes Glück, katholisch sein zu dürfen und damit in der Wahrheit geborgen zu sein. Ihr Stil signalisiert mir irgendwie, dass Sie wohl ein unfroher Mensch sind. Von der Freude katholisch zu sein ist nichts zu spüren. Und der katholische Glaube ist nun einmal im Katechismus niedergelegt. Ich kann es nur nochmals wiederholen: So wie man einen Menschen nicht „teilweise“ lieben kann, so wenig kann man auch nicht „teilweise“ katholisch sein. Nur die Annahme des vollen katholischen Glaubens und seine Umsetzung im Leben schenkt wahrhaft katholische Lebensfreude.

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