Wo bleibt das Zeugnis für das Leben bei den deutschen Bischöfen?

Pater Werenfried van Straaten hatte noch den Mut, auszusprechen, was viele nicht mehr hören wollen. Er sagte in einer Predigt u.a. folgendes:

„Denn die Gewissen sind abgestumpft und der Verstand ist bis an die Grenze des Irrsinns verdüstert, seitdem das unauslöschliche Naturgesetz und die unfehlbare Lehre Christi, die ihren gültigen Ausdruck in der päpstlichen Enzyklika “Humanae Vitae” gefunden haben, nur zögernd verkündet, schuldig verschwiegen und weltweit sabotiert werden.

Aber wo man die Wahrheit unterschlägt, da herrscht die Lüge. Es ist eine Lüge, dass alles in bester Ordnung sei, wenn die Abtreibung mit staatlicher Genehmigung in einem Operationssaal vorgenommen wird; eine Lüge, dass von Mord keine Rede sein könne, wenn der Arzt ein Attest mit dem Abtreibungsgrund unterschreibt; eine Lüge, dass nichts dabei sei, Kinder aus dem Mutterschoß herauszureißen und in den Abfalleimer zu werfen.

Wenn wir [und die deutschen Bischöfe] nicht den Mut haben, diesen Lügen zu widersprechen und den Frevel, der vor unserer Tür begangen wird, anzuklagen, sind wir [und die deutschen Bischöfe] mitschuldig. Wenn Millionen von Müttern ungestraft töten dürfen, gibt es kein Hindernis mehr, das dem universellen Massenmord noch im Wege steht. “ [Artikel]

Anmerkung in eckigen Klammern von mir

In Münster fand im März der „1000-Kreuze-Marsch“ statt. Die Teilnehmer haben gebetet und keinerlei Gewalt angewendet. Folgendes war in der „Münsterischen Zeitung zu lesen“:

Lamberti und Bistum stellen Abtreibungsgegnern keine Kirche zur Verfügung

Der Pressesprecher des Bistums Münster, Karl Hagemann, sagte u. a.: „Wir glauben, dass es bessere und zielführendere Möglichkeiten gibt, ungeborenes Leben zu schützen.“ Die katholische Amtskirche steht der Vereinigung „Euro Pro Life“ skeptisch gegenüber. Inoffiziell spricht man dort von einer „Kampftruppe“ am äußersten Rand der Kirche.

Münstersche Zeitung 12. März 2010

So, die Menschen die sich für die ungeborenen Kinder engagieren, stehen also am – wahrscheinlich rechten – Rand. Haben die Teilnehmer am „1000-Kreuze-Marsch“ zu Hass und Gewalt aufgerufen? Sie haben gebetet, und das katapultiert sie an den äußersten Rand der Kirche. Über das blasphemische Geschrei der echten Hass-Chaoten kein Wort von Herrn Hagemann. Die gehören wahrscheinlich in die Mitte der Kirche. Natürlich hätte Herr Hagemann auch sagen können: „Es ist gut, dass Christen auf das Unrecht der Abtreibung aufmerksam machen.“ Aber dann hätte man ja nachfragen können: „Warum nehmen denn der Bischof und die Geistlichkeit nicht am Gebetszug teil?“ Peinlich, peinlich. Dann lieber die betenden Christen diffamieren. Danke, liebe Bischöfe, es reicht!

Lesen Sie dazu auch:

Woche für das Leben

 

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2 Kommentare zu „Wo bleibt das Zeugnis für das Leben bei den deutschen Bischöfen?

  1. Woran liegt es, dass die Bischöfe so leise sind?
    Wovor fürchten sie sich denn konkret?
    Was unterscheidet den einzelnen Bischof von heute von Pater Werenfried van Straaten?
    Ist es schwieriger geworden, sich ähnlich mutig und unmissverständlich zu äussern wie vor Jahren?
    Wenn ja, warum?
    Durch jedes vorsorgliche Einknicken kommt den Medien immer mehr Macht und Einflusss zu, ganz automatisch.

    Oder ist es einfach so, dass den Bischöfen und Kirchenleuten der Lebensschutz gar kein echtes Anliegen mehr ist?

    1. Es gibt sicher mehrere Gründe – und für jeden Bischoaf vielleicht andere – für das Schweigen der Bischöfe zum Mord an den ungeborenen Kindern. Ein Grund ist sicher, dass kaum noch ein Bischof den Mut hat, sich gegen die Trends in der Gesellschaft zu stellen.
      „Eine allgegenwärtige Nichtpräsenz hat sich dort etabliert, wo der Märtyrer einst feststand und am Ende starb. Man palavert ins Unverbindliche und wenn die wilden Tiere einen ausgehungert anschauen, wirft man ihnen zur Ablenkung ein paar Stücke Zustimmung hin.“
      Mehr in diesem Artikel:
      http://www.vatican-magazin.de/images/vatican/ausgaben/2013/12-2013/47-55disputa.pdf

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