Selektive Dialogbreitschaft

Im Deutschlandfunk konnte man u. a. folgendes hören:

Das ZdK will Donum Vitae, der Bischof nicht … nach mächtigem Ringen hinter den Kulissen fand man einen Kompromiss: Donum Vitae darf in Regensburg dabei sein – aber ausdrücklich – neben einer Podiumsdiskussion zum Thema – nur mit einem Stand auf der „Kirchentagsmeile“ – also eher am Rand des Großereignisses. Und nur „geduldet“, wie Bischof Voderholzer es formuliert.

Nun ja, nach „mächtigem Ringen“ hat sich der Bischof dem ZdK gebeugt und sich für die Zulassung von „Donum vitae“ zum Katholikentag unter der Bedingung einer Podiumsdiskussion entschieden. Ein kluger Schachzug! Wenn man sich um eine klare Entscheidung herumdrücken will, zieht man die Jokerkarte „Dialog“.

Was hat die Podiumsdiskussion gebracht?

Im Internet kann man lesen:

Die anschließende Diskussion, in der auch Zuhörer Fragen stellen konnten, machte deutlich, dass eine Annäherung der Positionen mehr als unwahrscheinlich ist.

Welche „Erfolge“ bringt eine solche Diskussion?

  • Weder die Befürworter von „Donum vitae“ noch deren Kritiker werden ihre Meinung ändern.
  • Unvoreingenommene Besucher müssen zu dem Schluss kommen, Tötungslizenzen werden auch – was offiziell nicht stimmt – von der katholischen Kirche gebilligt.

Ist das der Erfolg des Ringens mit dem ZdK?

Zu denken gibt auch, dass der „Bund katholischer Ärzte“ vom Katholikentag ausgesperrt wurde. Folgendes kann man dazu im Internet lesen:

Große Worte: Das Motto des diesjährigen Katholikentages, der ab 28. Mai in Regensburg stattfindet, lautet einprägsam: „Mit Christus Brücken bauen“. – Der unbedarfte Leser stellt sich unter einer Brücke eigentlich etwas vor, was Verbindung schafft, was Wege ermöglicht, die sonst nicht gangbar wären. Vielleicht sollte man das Motto aber nicht so wörtlich nehmen. Statt die versprochenen Brücken zu bauen, wurden Zäune und Absperrungen errichtet:
Beim „Bund katholischer Ärzte“ herrscht bittere Enttäuschung: Sie dürfen nicht mit einem Info-Stand beim Katholikentag vertreten sein, obwohl ihr Antrag rechtzeitig vorlag. Sie fühlen sich deshalb regelrecht gemobbt, ja sogar „exkommuniziert“, wie sie es selbst formulieren. Der Grund für die Absage dürfte in der Haltung der Ärzte zur Homosexualität liegen.

Warum gab der Bischof dem „Bund katholischer Ärzte“ nicht die Chance zu Dialog und Diskussion?

Ungezählte Menschen wünschen sich, aus dem Gefängnis der Homosexualität befreit zu werden. Der Gründer von „Young Gay America“ hat es geschafft. Er äußerte sich zur Homosexualität folgendermaßen:

„Die Homosexualität verhindert es, dass wir in die Tiefe gehen, über die Oberflächlichkeit und egoistische Begierde hinaus. Und dieser Trieb und diese Verwirrung drängt darauf, sogar eine gesetzliche Billigung zu erhalten. Viele Homosexuelle meinen das ganz ernst und sind überzeugt, so wie ich es als einer ihrer Anführer auch war, völlig das Richtige zu tun. Weil sie von ihren oberflächlichen Begierden abgehalten werden, zu graben, in sich hinein zu graben, zu ihrer wahren Identität, abgehalten werden, die Wahrheit zu suchen und zu finden. Der Kampf um „Gesetze“ und erst recht, wenn sie einmal verabschiedet sind, führt nur dazu, dass ganz viele die Gelegenheit verpassen, ihr wahres Ich kennenzulernen. Das Ich, das nach dem Abbild Christi geschaffen ist, das uns Gott geschenkt hat.“

Und die katholische Kirche? Sie verweigert die Hilfe all denen, die sich aus der Sklaverei der Homosexualität befreien wollen, indem sie dem „Bund katholischer Ärzte“ einen Infostand verbietet. Aber „Donum vitae“, eine Organisation, die Berechtigungsscheine für die Tötung ungeborener Kinder ausstellt, darf natürlich beim Katholikentag für ihre Anliegen werben.

Durch die Zulassung von „Donum vitae“ konnte es der Bischof vermeiden, den Unmut der Medien zu erregen.

Durch die Teilnahmerverweigerung für den „Bund katholischer Ärzte“ kann sich der Bischof des Wohlwollens der Homolobby sicher sein.

 

 

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