BDKJ – Bund dekadenter katholischer Jugend

Nachricht:

Nachdem der Diözesanrat der Katholiken in Berlin beschlossen hat, den jährlich in Berlin stattfindenden Marsch für das Leben weiterhin nicht zu unterstützen, wird diese Entscheidung nun auch von Vertretern des BDKJ befürwortet.

Diese Meldung kann gläubige Katholiken kaum überraschen, zeigt sich hier doch wiederum die hässliche Fratze des modernen Katholizismus. Freuen wird diese Nachricht  allerdings alle Abtreibungsbefürworter. Nicht etwa, dass diese dem BdkJ etwa Respekt entgegenbringen, vielmehr ist es ihnen eine Genugtuung, weitere „nützliche Idioten“ für ihre Tötungsideologie gefunden zu haben.

Weiter heißt es in der Nachricht:

Ein Gespräch mit der ebenfalls anwesenden Vorsitzenden des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder, lehnte Frau Everhartz ebenso [wie andere Gespräche] ab. Als Begründung für die Dialogverweigerung gab die BDKJ Referentin für Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenpolitik und Genderfragen an, dass sie bisher dort aufgetretene Redner als problematisch erachte …

Höchst interessant: Vertreter des modernen „Dialogkatholizismus“ verweigern Andersdenkenden das Gespräch. Aber das wissen gläubige Katholiken schon lange. Der Begriff „Dialog“ unter modernen Katholiken bedeutet nichts anderes als „Monolog“. Bezeichnend ist auch die Begründung  „dass sie bisher dort aufgetretene Redner als problematisch erachte“.  Aber angesichts der

Tragödie,

um die es hier geht, ist die Bemerkung über problematische Redner nahezu pervers. Und was an den Rednern problematisch sein soll, wird natürliich nicht gesagt. Wer schon am Marsch für das Leben teilgenommen hat, kann über ganz andere problematische Zeitgenossen berichten. Da ist auf der einen Seite eine Gruppe von Menschen, die sich absolut friedlich in einem Schweigemarsch für das von Gott gegebene Recht auf Leben einsetzt, auf der anderen Seite eine Gruppe, die genau wie der BdkJ, diese friedliche Demonstration ablehnt. Und die Merkmale dieser Gruppe? Hass – Gewaltbereitschaft – Blasphemie. Nur noch unter Polizeischutz kann heute für die Menschenrechte demonstriert werden. BDKJ – Sage mir mit wem du gehst, und ich sage dir wer du bist.

Fazit:

Katholisch ist der BDKJ schon lange nicht mehr. Mit dem Opponieren gegen diejenigen, welche das Menschenrecht auf Leben verteidigen, verliert er auch jeden Anspruch, etwas mit dem Christentum zu tun zu haben. Engagierte katholische Jugendliche können nicht zum BDKJ gehören.

Bischof Overbeck, der Zweideutige

Guten Tag, Herr Bischof!

I. Im „Kölner Stadtanzeiger“ und anderswo konnte man Ihre Aussage lesen, dass die Bischöfe „kein Rechtgläubigkeits-TÜV“, sondern Dialogpartner auf der Suche nach der Wahrheit seien. Diese Aussage bedarf einer Klärung.
  1. Aus der Formulierung „kein Rechtgläubigkeits-TÜV“ wird deutlich, dass Sie mit Wahrheit wohl die Wahrheit meinen, wie sie von der katholischen Kirche gelehrt wird. Nun ist es ja bei einer Suche so, dass man entweder etwas sucht, was man noch nicht hat (z. B. Gold) oder etwas, was man verloren hat (z. B. einen Schlüssel). Da stellt sich zunächst die Frage: Waren Sie noch nie in der Wahrheit der katholischen Lehre beheimatet und wollen jetzt versuchen, sie zu finden (Sie würden Gold finden!), oder haben Sie die Wahrheit der katholischen Lehre verloren und möchten Sie diese jetzt wiederfinden (das wäre der Schlüssel zur authentischen Ausübung  Ihres Bischofsamtes!)?
  2. Man fragt sich weiterhin, wann Ihre Suche nach der Wahrheit beendet sein wird. Oder möchten Sie „ad infinitum“ suchen? Wenn Sie Dialogpartner erwähnen, müsste zunächst einmal geklärt werden, wen Sie als Dialogpartner akzeptieren. Wenn in Ihren Dialoggremien wirklich alle relevanten Gruppen vertreten sein sollten (auch die der unverkürzten katholischen Lehre verbundenen Katholiken) ist es nicht wahrscheinlich, dass es zu einer vollen Übereinstimmung kommen kann. Es bleibt Ihnen dann nur noch die Möglichkeit, über die Wahrheit abzustimmen. Wer diese Abstimmung heutzutage gewinnt, darüber dürfte es keinen Zweifel geben. Soll das vielleicht der Weg sein, die Wahrheit zu finden? Zudem können Mehrheiten sich aber auch ändern. Wollen Sie dann stets die „aktuelle Wahrheit“ vertreten?
  3. Und wenn Sie die Wahrheit per Abstimmung ermittelt haben, gibt es natürlich auch wieder viele Gläubige, die diese Wahrheit nicht anerkennen können. Beginnen Sie dann erneut mit der Suche?
  4. Man sollte auch einmal in der Heiligen Schrift nachprüfen, ob die Apostel ihre Mission für den christlichen Glauben mit dem Slogan begannen: „Wir suchen die Wahrheit. Wer sucht mit?“

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Bischof Oster mag keine Polarisierung – Ein Brief

Sehr geehrter Herr Bischof,

auf Ihrer Facebookseite schrieben Sie u. a. folgendes: Ich möchte daher die kath.net-Redaktion bitten, … grundsätzlich zu unterstellen, dass andere auch dann der Ehre Gottes und dem Wohl der Kirche und dem Heil der Menschen insgesamt dienen wollen, wenn sie nicht die Position von kath.net teilen. Weiterlesen „Bischof Oster mag keine Polarisierung – Ein Brief“

Selektive Dialogbreitschaft

Im Deutschlandfunk konnte man u. a. folgendes hören:

Das ZdK will Donum Vitae, der Bischof nicht … nach mächtigem Ringen hinter den Kulissen fand man einen Kompromiss: Donum Vitae darf in Regensburg dabei sein – aber ausdrücklich – neben einer Podiumsdiskussion zum Thema – nur mit einem Stand auf der „Kirchentagsmeile“ – also eher am Rand des Großereignisses. Und nur „geduldet“, wie Bischof Voderholzer es formuliert. Weiterlesen „Selektive Dialogbreitschaft“

Babyflaschen und Bischöfe

Da stehen dann eben Laienlebensschützer an der Front und müssen sich in diversen TV-Formaten vorführen lassen, während sich die versammelte deutsche katholische Bischofsgemeinschaft nicht mal schafft, sich einmal im Jahr zum „Marsch für das Leben“ in Berlin aufzuraffen und die paar Kilometer vom Kanzleramt zum Dom zu laufen. Und Initiativen wie die von 1000plus oder Rahel stehen bei den Gemeinden vor verschlossenen Türen, weil sie dem Proporz und dem Selbstverständnis der kirchlichen Institutionen widersprechen, alleine für die Menschen zuständig zu sein und alleine ein Angebot machen zu können, selbst dann, wenn es seit Jahrzehnten erfolglos verläuft. [mehr]

Ein Lichtblick

Weihbischof Renz von Rottenburg Stuttgart verteidigt die Unterstützung von 1000plus

Es wäre deshalb grotesk, wenn in der reichsten Ortskirche der Welt ein Streit entstünde über die Finanzierung von Beratungsangeboten für schwangere Frauen in Konfliktsituationen, Weiterlesen „Babyflaschen und Bischöfe“

Bischof Zdarsa verbietet Engagement für ungeborene Kinder

Der Bischof von Augsburg verbietet die erfolgreiche „Babyflaschen-Aktion“ von 1000plus in seinem Bistum. Die Begründung lautet kurz: Die Arbeit von 1000plus dürfe nicht unterstützt werden, weil es in den Bistümern genügend kirchliche Beratungsangebote für Schwangere von Seiten der Caritas und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gebe.
Wie bitte? Hat Bischof Zdarsa Bedenken, dass zu viele Kinder vor der Abtreibung gerettet werden? Ich vermute eher andere Gründe für dieses Verbot. Eine „Babyflaschen-Aktion“ könnte natürlich Aufsehen erregen und die Aufmerksamkeit der Medien finden. So würde der Eindruck entstehen, die katholischen Bischöfe positionierten sich gegen Abtreibung. Das möchte man verhindern. Es ist doch so, dass ein Bischof nach dem anderen vor dem Zeitgeist in die Knie geht. Der Einsatz für das Lebensrecht wird fast nur noch von Laien geleistet. Für die Bischöfe ist das Thema längst vom Tisch. Wie hört man immer wieder auch aus bischöflichem Mund: „Wir müssen uns den Realitäten anpassen.“ Auch in der Nazizeit haben sich viele Christen den Realitäten angepasst. Sie konnten ruhig schlafen. Die anderen aber, die sich Gottes Geboten verpflichtet fühlten, mussten ins KZ.

Dokumentation

Unter der Lupe 5: … wie Priestersein unter den heutigen Bedingungen gelebt werden kann (Bischof Oberbeck)

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ist für ein offenes Gespräch über den Zölibat: „Wir müssen miteinander angstfrei darüber reden können, wie Priestersein unter den heutigen Bedingungen gelebt werden kann – und zwar so, dass unsere Priester sich dabei zu starken Persönlichkeiten entwickeln können und ihren Dienst mit großer Freude tun“, sagte Overbeck der in Bonn erscheinenden „ZEIT“-Beilage „Christ und Welt“. Viele Geistliche ringen nach Overbecks Worten „intensiv mit ihrer Lebensform“. Sie suchten nach Wegen, um mit den Fragen von Sexualität, Sehnsucht nach Nähe, Angst vor Einsamkeit und tragenden Freundschaften zurechtzukommen, so der Militärbischof weiter. Das alles komme zu den Belastungen des beruflichen Alltags noch hinzu. „Ich weiß, dass es so manchen Priestern nicht wirklich gut damit geht“, so Overbeck.

Radio Vatikan – Artikel von 22.01.2014

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ist für ein offenes Gespräch über den Zölibat: „Wir müssen miteinander angstfrei darüber reden können, …

Solche Modewörter wie „angstfrei“ sollte ein seriöser Gesprächspartner unterlassen.

… wie Priestersein unter den heutigen Bedingungen gelebt werden kann …

Was verstehen Sie unter heutigen Bedingungen? Meinen Sie die Sexualisierung der Gesellschaft? Katholisches Priestersein musste noch unter ganz anderen Bedingungen gelebt werden. Denken Sie nur einmal an die Zeit des Nationalsozialismus. Damals gab es natürlich auch Priester, die sich den Bedingungen der damaligen Zeit anpassten. Andere aber sind für ihr (authentisches) Priestersein ins KZ gegangen.

… gelebt werden kann – und zwar so, dass unsere Priester sich dabei zu starken Persönlichkeiten entwickeln können …

Werden in Ihrem Priesterseminar Bewerber ausgebildet, die ihre Persönlichkeit erst nach der Priesterweihe entwickeln wollen? Natürlich müssen wir alle auf dem Weg zur Heiligkeit uns immer neu bemühen und auch immer wieder unser Versagen eingestehen. Aber das Priestertum als „Persönlichkeitsentwicklungsinstrument“ zu charakterisieren erscheint doch etwas exotisch.

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