Was macht denn die Freundin von Kardinal Marx da?

Hallo Herr Marx, Herr Woelki und all Ihr angepassten Hirten ??? des Volkes Gottes,

nun ist auch die spezielle Freundin von Kadinal Marx gekippt, jetzt ist auch sie für die „Ehe für alle“. Warum? Sonst müsste sie in der nächsten Legislaturperiode auf das Kanzleramt verzichten, weil alle Parteien eine Koalition von der Homoehe abhängig gemacht haben. Aber wie die deutschen Hirten meinen, all das ist ja mit dem christlichen Glauben vereinbar, nur AfD wählen, da droht schon fast die Exkommunikation.

Aus dem Programm der AfD:

Familien und Bevölkerungsentwickng

7.1 Schutz des ungeborenen Lebens lu
7.2 Für eine familien- und kinderfreundliche Politik, damit Deutschland sich nicht abschafft!
7.3 Mut zu Kindern: Familien müssen gefördert werden
7.4 Kinder willkommen heißen!
7.5 Für ein klares Familienbild – Gender-Ideologie ist verfassungsfeindlich
7.5.1 Gender-Ideologie raus aus den Schulen – Frühsexualisierung stoppen
7.5.2 Steuerverschwendung durch „Gender-Forschung“ beenden

Natürlich ist das für die deutschen „Hirten“ alles unchristlich. Aber Abtreibung, Homoehe, Verführung der Kinder: das ist christliches Urgestein.

Wozu brauchen wir in Deutschland überhaupt noch Bischöfe?

Mit sehr enttäuschten Grüßen

Johannes Kubon

Lesen Sie dazu auch:  Offener Brief an Kardinal Maex

 

 

 

https://stopdesinformation.de/
https://kircheninterna.wordpress.com/
http://whybike.de

 

BDKJ – Bund dekadenter katholischer Jugend

Nachricht:

Nachdem der Diözesanrat der Katholiken in Berlin beschlossen hat, den jährlich in Berlin stattfindenden Marsch für das Leben weiterhin nicht zu unterstützen, wird diese Entscheidung nun auch von Vertretern des BDKJ befürwortet.

Diese Meldung kann gläubige Katholiken kaum überraschen, zeigt sich hier doch wiederum die hässliche Fratze des modernen Katholizismus. Freuen wird diese Nachricht  allerdings alle Abtreibungsbefürworter. Nicht etwa, dass diese dem BdkJ etwa Respekt entgegenbringen, vielmehr ist es ihnen eine Genugtuung, weitere „nützliche Idioten“ für ihre Tötungsideologie gefunden zu haben.

Weiter heißt es in der Nachricht:

Ein Gespräch mit der ebenfalls anwesenden Vorsitzenden des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder, lehnte Frau Everhartz ebenso [wie andere Gespräche] ab. Als Begründung für die Dialogverweigerung gab die BDKJ Referentin für Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenpolitik und Genderfragen an, dass sie bisher dort aufgetretene Redner als problematisch erachte …

Höchst interessant: Vertreter des modernen „Dialogkatholizismus“ verweigern Andersdenkenden das Gespräch. Aber das wissen gläubige Katholiken schon lange. Der Begriff „Dialog“ unter modernen Katholiken bedeutet nichts anderes als „Monolog“. Bezeichnend ist auch die Begründung  „dass sie bisher dort aufgetretene Redner als problematisch erachte“.  Aber angesichts der

Tragödie,

um die es hier geht, ist die Bemerkung über problematische Redner nahezu pervers. Und was an den Rednern problematisch sein soll, wird natürliich nicht gesagt. Wer schon am Marsch für das Leben teilgenommen hat, kann über ganz andere problematische Zeitgenossen berichten. Da ist auf der einen Seite eine Gruppe von Menschen, die sich absolut friedlich in einem Schweigemarsch für das von Gott gegebene Recht auf Leben einsetzt, auf der anderen Seite eine Gruppe, die genau wie der BdkJ, diese friedliche Demonstration ablehnt. Und die Merkmale dieser Gruppe? Hass – Gewaltbereitschaft – Blasphemie. Nur noch unter Polizeischutz kann heute für die Menschenrechte demonstriert werden. BDKJ – Sage mir mit wem du gehst, und ich sage dir wer du bist.

Fazit:

Katholisch ist der BDKJ schon lange nicht mehr. Mit dem Opponieren gegen diejenigen, welche das Menschenrecht auf Leben verteidigen, verliert er auch jeden Anspruch, etwas mit dem Christentum zu tun zu haben. Engagierte katholische Jugendliche können nicht zum BDKJ gehören.

Der Konkurs der Kirchen und die Zukunft des Christentums in Europa

… Die Kirchen schweigen bei tausendfachen Übergriffen auch gegen eigene Kirchenmitglieder durch Invasoren. Und sie schweigen im Angesicht der größten geschichtlichen Christenverfolgung, die sich in der Gegenwart abspielt und hunderttausend Christen pro Jahr, die in islamischen Ländern leben, das Leben kostete…“

Man erlebt es bei jeder Aktion bürgerlicher („rechter“) Christenmenschen – sei es bei einer Demo gegen die Tötung ungeborenen Lebens („Abtreibung“), gegen die unwürdige und unsere Kinder verführende „Lehre“ von der Frühsexualisierung oder gegen ein „Sterben in Würde“ (Hilfe zum Suizid) etc.:

Man sieht dort nur noch vereinzelt einen Geistlichen, die Mehrheit der holden Geistlichkeit demonstriert gemeinsam mit den Gegnern ur-christlicher Bekenntnisse. Man müsse „sich ja schließlich öffnen für die Herausforderungen der Zeit“. So oder ähnlich bramarbasieren die verirrten Kirchenmänner und –frauen. [Artikel]

Szenenwechsel

„Die Muttersprache Europas ist das Christentum“, sagte der große deutsche Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe – kein Papst. Vielleicht wird diese Sprache in Zukunft wieder stark sein. Vielleicht werden die Priester das Christentum in London, Brüssel und Paris lebendig halten. Könnte sein. Aber das ist in Nordafrika nicht geschehen. Mittlerweile hat sich Goethes „Muttersprache“ in Europa zu einem kaum erkennbaren Flüstern reduziert. Stattdessen hört man die „islamische Sprache“, die jedes Jahr stärker wird. [Artikel]

Herder Korrespondenz politisch völlig korrekt

Kürzlich verschickte die „Herder Korrespondenz“ (HK) die Umfrage „AfD, Pegida und Co.“ Mir erscheint die Umfrage von der Qualität her äußerst dürftig und von der Ausrichtung her manipulativ und einseitig. Bevor ich auf die einzelnen Fragen eingehe, drei Vorbemerkungen.

In der Umfrage werden u. a. folgende Begriffe benutzt:

  1. „Flüchtlinge“ bzw. „Flüchtlingspolitik“

Diese Begriffe für die hier angesprochene Problematik zu verwenden zeigt, dass Differenzierung keine Stärke der HK ist. Wenn man sich umfassend informiert  hätte, müsste man erkennen, dass nicht nur „Flüchtlinge“ in unser Land kommen.

  1. „rechtspopulistisch“

Das Attribut „rechts“ ist absolut nichtssagend. Wären die Verantwortlichen der Umfrage umfassend informiert, dann wüssten sie, dass dieser Begriff auch für Gegner der Tötung von Kindern im Mutterleib und  für Verteidiger der klassischen Familie verwendet wird. Und „populistisch“ ist wohl jede Partei, denn sie möchte doch möglichst viele Stimmen des „populus“ gewinnen.

  1. „nationalistische und fremdenfeindliche Gruppierungen“

Auch diese Begriffe sind inhaltsleere Schablonen. Sollen alle Menschen, die ihre Heimat und ihr Vaterland lieben, ihre Meinung nicht mehr sagen dürfen? Und was heißt „fremdenfeindlich“? Wenn man nicht jeden Fremden in seine Wohnung lässt, dann ist man doch nicht gleich dessen Feind. Ebenso wenig ist jemand ein Feind der Fremden, wenn er nicht alle unkontrolliert in unser Land einreisen lassen will.

Nun zu den Punkten der Umfrage:

Weiterlesen „Herder Korrespondenz politisch völlig korrekt“

Eine nicht ganz so frohe Osterbotschaft

Egal ob wir hinschauen oder uns wegdrehen: wir sind gerade Zeugen oder wenigstens Zeitgenossen der Vernichtung christlicher Kultur im nahem und mittleren Osten… [Während dies geschieht,] finden die Kirchenführer in Deutschland kaum ein Wort des Protestes. Sie prangern nichts an, sie hüten sich, die generelle Aggressivität des Islam festzustellen, in dem es bisher ab und zu nachbarschaftliche Hilfe für verfolgte Christen gibt, aber nirgends eine generelle Solidaristätsbewegung unter Moslems… Den Amtskirchenbrüdern fällt auch keine Sekunde auf, dass ihr ständiges Gerede von Dialog und Suche nach dem Gemeinsamen überhaupt kein Echo auf der moslemischen Seite findet, … Bedford-Strohm, Marx und Woelki sind einfach viel zu beschäftigt, die Kirchenlichter auszuschalten, wenn irgendwo draußen ihnen nicht genehme Demonstranten auf dem Platz stehen; Bedford-Strohm verkündet bevorzugt ein notdürftig mit salbungsvollem Klimbim umrahmtes grünes Parteiprogramm. [ganzer Artikel]

s. auch hier

Schmierenkomödie Ökumene

Mit dem gemeinsamen Friedensgruß und der Selbstverpflichtung, „weitere Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen zu gehen“, ist am Samstagabend [11.03.2017] in Hildesheim der zentrale Buß- und Versöhnungsgottesdienst der Kirchen in Deutschland zu Ende gegangen. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, sprachen von einem „Tag der Freude und der Hoffnung“. „Wir wollen in der Zukunft nicht mehr getrennt glauben, wir wollen gemeinsam glauben.“

Hirnrissige Sprüche aus Hildesheim

„Wir wollen in der Zukunft nicht mehr getrennt glauben, wir wollen gemeinsam glauben.“  (Bedford-Strohm)

„Ich bin froh, dass wir heute ein Zeichen für ein versöhntes Miteinander setzen.“ (Kardinal Marx)

„Ich wünsche mir, dass wir sagen können: Die Christen in unserem Land bekommt man nicht mehr auseinander.“ (Kardinal Marx)

„Die Hände, die sich evangelische und katholische Christen in den vergangenen Jahrzehnten gereicht haben, lassen sich nicht mehr los.“ (Kardinal Koch im Grußwort)

„Wer die Geschichte der getrennten Kirchen in den letzten 500 Jahren einigermaßen im Kopf hat, kommt nicht umhin, im heutigen Ereignis zumindest ein Zusammenspiel menschlicher Anstrengung, menschlichen guten Willens auf der einen und gnädiger Hilfe andererseits zu entdecken.“ (Joachim Gauck)

„Ich denke schon, dass wir gestern etwas ganz Außergewöhnliches erlebt haben. Man muss sich vorstellen: Da feiert die evangelische Kirche in Deutschland 500 Jahre Reformation, 500 Jahre seit dem Thesenanschlags Martin Luthers – und das feiern wir gemeinsam, katholisch und evangelisch …“ (Thomas  Sternberg, Präsident des ZdK)

Faktencheck evangelische Kirche

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Realitäten in der evangelischen Kirche. Da wären zunächst die Einstellungen zu ethischen Fragen zu beleuchten:

Im moralischen Abseits

Abtreibung

Die EKD sieht  z. B. einen mangelnden Kinderwunsch  als unerträgliche Situation an, die eine Abtreibung rechtfertigt.  (Rolle der Frau in der EKD – 10.09.2004)

Homosexualität

Die Öffnung der Pfarrhäuser für Homosexuelle und die öffentliche Anerkennung der Homosexualität als christliche Lebensform trennt die evangelische Kirche auch von der Ökumene.[1]

Familie

Die Kirche wird in dem Familienpapier der EKD aufgefordert, „Familie neu zu denken“, denn die „Vielfalt“ der Lebensformen sei „unvoreingenommen anzuerkennen und zu unterstützen“. Nicht die „Form“ sei wichtig, sondern dass die Beziehungen „verlässlich, fürsorglich und respektvoll“ gelebt würden.

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die diese Bedingungen erfüllten, seien „auch in theologischer Hinsicht als gleichwertig anzuerkennen“. („Orientierungshilfe“ des Rates der EKD) [2]

Stand früher die evangelische Kirche klar für die Stärkung und Favorisierung von Ehe und Familie, so gilt das heute nicht mehr. Ehe und Familie werden gemäß Feminismus und Gender Mainstreaming neu definiert, anderen Lebensformen, auch der sogenannten Homoehe, gleichgestellt.  Der Genderideologie wurden alle Türen geöffnet. [3]

Somit ist in der evangelischen Kirche  klargestellt: Familie ist, wo mindestens zwei Personen für eine Zeit beliebiger Dauer zusammen leben, ohne sich eine Rechnung zu schicken. Und Jesus war jener dufte Typ, der seinen Jüngerinnen und Jüngern ein klares Gebot hinterließ. Sie sollten tun, wonach ihnen der Sinn steht, aber immer geschlechtergerecht handeln…[4]

Gender

Im April 2014 wurde das neue Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie offiziell eröffnet. Ziel der neuen EKD-Einrichtung ist es, „zur Gestaltung einer Kirche beizutragen, in der die Vielfalt menschlicher Begabungen auf allen Ebenen unabhängig von Geschlechtsrollen und Geschlechtsidentitäten zum Tragen kommt“. Es soll dazu beitragen, dass Genderperspektiven in das kirchliche Handeln integriert und für die Entwicklung der Organisation Kirche fruchtbar gemacht werden können.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ja darüber lachen: Offensichtlich ist die „eine Klotür“ sehr wichtig für die evangelische Kirche.  Das Video finden Sie hier:[5]

Der Text zu diesem Video:

Eine Tür ist genug — alle gehören dazu: Frauen und Männer, vom anderen oder vom gleichen Geschlecht angezogen, in Paarbeziehung lebend oder alleinstehend, Männer die sich als Frauen fühlen, Frauen, die sich als Männer fühlen, Menschen mit ganz individueller Geschlechtsidentität. Alle können miteinander leben, ohne sich gegenseitig Angst machen zu müssen. Niemand soll sich verstecken oder verbiegen müssen, niemand sollte sich überlegen fühlen.

Kommentar:

 So ist das also: Zwei Klotüren machen den Menschen Angst. Wer mit einem ethisch derart abgewirtschafteten „sola scriptura“-Verein „Ökumene“ machen will,  disqualifiziert sich als Vertreter der christlichen Botschaft, selbst wenn er Kardinal Marx heißt.

Glockenreine Glaubensbekenntnisse

Frau Käßmann in einem Spiegel-Interview: Für mich ist das eine sehr solide Familie. Maria, Josef, samt den Kindern, die sie gemeinsam hatten. Ich denke, dass Josef im biologischen Sinne der Vater Jesu war. Gott war es im geistigen.[6]

Der Publizist Christian Nürnberger (Mainz) sagte, das Glaubensbekenntnis sei für ihn wie ein Museumsgegenstand – es sei interessant anzuschauen, aber es sei ein Wortspiel, das ausgedient habe.[7]

Der Superintendent im Ruhestand Herbert Koch (Garbsen) sagte, das Glaubensbekenntnis sei für ihn eine „fundamentalistische Zumutung“ und ein wesentlicher Grund für die rückläufige Teilnahme an Gottesdiensten. Höchstens zehn Prozent der evangelischen Mitglieder glaubten an die Jungfrauengeburt und weniger als jeder dritte Protestant, dass Jesus Gottes Sohn sei. …  Die Christen sollten Jesus das sein lassen, was er wirklich war: ein großer Prophet und Weisheitslehrer, so Koch.[8]

Der oberste Repräsentant des deutschen Protestantismus hatte in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) die Aussage im Glaubensbekenntnis, dass Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde, als für den Glauben „nicht entscheidend“ bezeichnet. Im Neuen Testament gebe es auch ein anderes „Modell“. [9]

Jesus ist tot. Sein Leib verging wie jeder Menschenleib. Aber das, was ihm göttlich war, seine Sache und Haltung, seine Leidenschaft und sein Einsatz fürs wahre Leben, das lebt.[10]

Ein islamischer Geistlicher hat in einem evangelischen Gottesdienst in München gepredigt. Die Ansprache, die Benjamin Idriz (Penzberg/Oberbayern) am 10. März in der St. Lukas-Kirche hielt, war von der Gemeindeleitung als „Kanzelrede“ bezeichnet worden. Am Anfang des Gottesdienstes, an den sich eine Abendmahlsfeier anschloss, wurde eine Sure aus dem Koran als „Gebet des Tages“ verlesen. Während der Rede zitierte Idriz mehrmals Koran-Suren in arabischer Sprache.

Kommentar:

Wahrscheinlich hat der islamische „Geistliche“ auch vermerkt, wie erfreut er über die Verfolgung von Christen in islamisch dominierten Ländern ist.

Nach einer Untersuchung von Prof. Klaus-Peter Jörns bei evangelischen Pfarrern in Berlin und Brandenburg gab es folgendes Ergebnis:

Gibt es eine Auferstehung der Toten: nein 26%
Ist Jesus Christus Gott: nein 37%
Jesus Christus ist ein wichtiges Vorbild für mich nein 79%!!!
Die Bibel ist heilig nein 64%!!!
Die Menschen bedürfen der Erlösung von ihren Sünden nein 48%
Nach dem Tod können wir in den Himmel kommen nein 83%!!!

Anmerkung:

Die Aussagen zum christlichen Glauben stammen nicht etwa von „Stammtischprotestanten“, sondern von offiziellen Vertretern der evangelischen Kirche.  Wer angesichts der oben aufgeführten Fakten noch von einem gemeinsamen Glauben spricht, macht sich einfach lächerlich.

Kommentar:

Noch vor 30 Jahren standen sich evangelische und katholische Kirche in ethischen Fragen sehr nahe. Heute ist die Kluft unüberbrückbar. So können die Kirchen nicht einmal mehr in ethisch-gesellschaftlichen Fragen ein gemeinsames Zeugnis geben. Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten, z. B. zwischen  Herrn Bedford-Strohm und Herrn Marx. Beide verstecken ihr Kreuz aus „Respekt vor dem Islam“  (nur glaubt ihnen das kein denkender Zeitgenosse). Beide sind weniger religiös als mehr politisch interessiert, kämpfen sie doch gemeinsam gegen die AfD. Gegen Abtreibung und Kinderverführung haben sie dagegen nichts einzuwenden.

Kommentare zu den hirnrissigen Sprüchen:

„Wir wollen in der Zukunft nicht mehr getrennt glauben, wir wollen gemeinsam glauben.“  (Bedford-Strohm)

Die Frage ist, was wir denn glauben. – Funkstille

„Ich bin froh, dass wir heute ein Zeichen für ein versöhntes Miteinander setzen.“ (Kardinal Marx)

Leere Phrase: Wir schlagen uns schon lange nicht mehr die Köpfe ein.

„Ich wünsche mir, dass wir sagen können: Die Christen in unserem Land bekommt man nicht mehr auseinander.“ (Kardinal Marx)

Wenn Kardinal Marx so weiter macht, dann ist tatsächlich die katholische Kirche von der Auflösung bedroht und man kann sie nicht mehr von der protestantischen  „Parteireligion“ unterscheiden.

„Die Hände, die sich evangelische und katholische Christen in den vergangenen Jahrzehnten gereicht haben, lassen sich nicht mehr los.“ (Kardinal Koch im Grußwort)

Die Hände braucht man ja nicht loszulassen, aber den moralischen Verfall der Protestantismus muss man ja nicht nachahmen.

„Wer die Geschichte der getrennten Kirchen in den letzten 500 Jahren einigermaßen im Kopf hat, kommt nicht umhin, im heutigen Ereignis zumindest ein Zusammenspiel menschlicher Anstrengung, menschlichen guten Willens auf der einen und gnädiger Hilfe andererseits zu entdecken.“ (Joachim Gauck)

Herr Gauck sollte lieber von „getrennter Ehe“ reden und  dort die „gnädige Hilfe“ entdecken.

„Ich denke schon, dass wir gestern etwas ganz Außergewöhnliches erlebt haben. Man muss sich vorstellen: Da feiert die evangelische Kirche in Deutschland 500 Jahre Reformation, 500 Jahre seit dem Thesenanschlags Martin Luthers – und das feiern wir gemeinsam, katholisch und evangelisch …“ (Thomas  Sternberg, Präsident des ZdK)

Sehr aufschlussreich. Wir feiern die Spaltung der Kirche Christi.

Mehr Informationen zum Zustand der evangelischen Kirche finden Sie hier. [11]

Ökumene realistisch

Da gibt es einen fiktiven super-ökumenischen Gottesdienst. Kardinal Marx und Frau Käßmann sollen gemeinsam das Apostolische Glaubensbekenntnis sprechen. Entweder Frau Käßmann sagt, dass sie das nicht könne, dann ist  sie ehrlich und der Ökumenebetrieb ist entlarvt. Oder sie spricht das Glaubensbekenntnis mit, dann lügt sie und die Ökumene wird zur Komödie.

Und wie sieht es im ethischen Bereich aus? (s. Faktenscheck ev. Kirche) Wenn ein am Christentum interessierter Zeitgenosse den Katholischen Katechismus und die diversen Äußerungen der EKD zu ethischen Fragen vergleicht, dann kann er doch nur zu dem Schluss kommen, dass es hier absolut keine Gemeinsamkeiten zwischen diesen Konfessionen gibt. Liest er dann die vielen Lobeshymnen auf die Ökumene, muss er das als ausgemachten Schwindel bewerten. Ökumene soll doch die Glaubwürdigkeit des Christentums stärken, aber genau das Gegenteil bewirkt sie.

Ökumene – Sumpfblüte des Glaubensverlustes

Es bleibt die Frage, wie es möglich ist, dass die Ökumene so hoch im Kurs steht. In Kurzform kann man sagen: Je weniger Glauben, desto mehr Ökumene. Von den Katholiken besuchen 90 % nicht mehr regelmäßig die Sonntagsmesse. Es ist einleuchtend, dass diese Gruppe sich für die Ökumene begeistert, denn in der evangelischen Kirche gibt es ja eine so lästige „Pflicht“ nicht. Die Beichte ist praktisch verschwunden, der Kommunionempfang boomt. Von den bösen konservativen Katholiken einmal abgesehen, gibt es wohl keine Sünder mehr in der katholischen Kirche. Auch das ist natürlich förderlich für die Ökumene.  Wundert es noch, wenn Pfarrer Schießler im „Müncherner Merkur“[12] u. a. schreibt: „Und ob einer katholisch getauft ist oder nicht, interessiert Schießler nicht, wenn er die heilige Kommunion austeilt … Gott ist kein Korinthenkacker, der zählt, wie oft einer in die Kirche geht… Es gibt nur eine Sünde: die des ungelebten Lebens.” Das hören moderne ökumenebegeisterte Christen natürlich gerne. Pfarrer Schießler übt sein Amt unter der Verantwortung von Kardinal Marx aus. So kann man das Engagement des Kardinals für die Ökumene natürlich gut verstehen. Übrigens: Die Sünde des ungelebten Lebens dürfte vor allem unsere christlichen Märtyrer begeistern. Die Ökumene lebt hauptsächlich vom Glaubensverlust. Mögen doch die Bischöfe einmal eine Untersuchung über den Glauben der Katholiken in Auftrag geben.  Sie würden sich wundern (oder auch nicht), wie wenige sog. Katholiken z. B. an Christus als wahren Gott und wahren Mensch glauben. Die meisten Kirchgänger müssen Sonntag für Sonntag erleben, wie Christus ganz auf der menschlichen Ebene „verkündet“ wird und seine Gottheit und damit Transzendenz und Übernatur, der göttliche Bereich, der Bereich des Himmels, negiert wird. Das befördert natürlich die Ökumene. Über die Glaubensgewissheit  von der realen Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie, von der Empfängnis des Herrn durch den Heiligen Geist und die Geburt  aus der Jungfrau Maria, von der Erlösungstat Christi am Kreuz und der Gefährdung unseres ewigen Heils brauchen wir hier erst  gar nicht reden.

Anmerkungen

Die protestantische Glaubensgemeinschaft selbst ist in sich derart aufgesplittert, dass es von daher schon völlig sinnlos ist, von Ökumene zu träumen. Es gibt in dieser Patchwokreligion überhaupt niemanden, der für alle Protestanten verbindliche Aussagen machen bzw. verantwortliche Glaubensentscheidungen treffen kann.

Und ganz persönlich: Ich liebe und verehre unsere Jungfrau und Gottesmutter Maria. Die Missachtung, die ihr von den Protestanten entgegengebracht wird, stößt mich ab. Dass sich Bischöfe mit sog. Christen, welche Maria ihre Ehre als Jungfrau und Gottesmutter absprechen, ökumenisch verbünden, ist für mich nicht nachvollziehbar.

 

[1] http://www.kath.net/news/30811

[2] https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/19/faz-kritisiert-ekd-papier-gegen-ehe-und-schopfungsordnung/

[3] https://charismatismus.wordpress.com/2013/04/29/fuhrender-evangelikaler-ubt-scharfe-kritik-am-zustand-des-deutschen-protestantismus/

[4] http://cicero.de/salon/orientierungshilfe-fuer-familien-schwafelkirche-selbstaufloesung/54868

[5] https://www.youtube.com/watch?v=9X0PbuyWX6o&feature=youtu.be

[6]   http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-104058619.html

[7]  http://www.kath.net/news/31704

[8]  http://www.kath.net/news/31704

[9]  http://www.kath.net/news/27972

[10]  https://www.biblisch-lutherisch.de/welt-kirche/bischof-leugnet-leibl-auferstehung-jesu-christi/

[11] https://www.stopdesinformation.de/kirche/evangelische-kirche/

[12] https://www.merkur.de/lokales/muenchen/zentrum/ich-kein-nestbeschmutzer-1447266.html

 

Die zwei katholischen Kirchen

endreform

Moderne reformfreudige Bischöfe und Theologen scheinen Religion als Dienstleistungsunternehmen zur Befriedigung individueller Wünsche nach Wohlbefinden zu sehen. Der postmoderne Mensch fragt nicht nach der Wahrheit, sondern nach Genugtuung, Ruhe, Beseitigung von Schuldgefühlen. Daher bemühen sich auch reformfreudige Bischöfe und Priester, nicht „negativ“ aufzufallen, nicht der momentanen Mehrheitsmeinung zu widersprechen und ja nicht in einer kontroversen Frage die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. Ihr Ziel ist eine „gute Presse“ und die wird durch die Betonung des kleinsten gemeinsamen Nenners angestrebt, auch um den Preis der Aufgabe der eigenen religiösen Identität, oder durch auffällig lautes Nachsprechen der Meinung der Mächtigen, um von denen (und damit auch von den Medien) wohlwollend wahrgenommen zu werden.

endkath

Ein ehrliches und authentisches Christentum kann auf dem freien Markt der Religionen nicht mithalten. Es ist kein Glaube der psychologischen Genugtuung und der Ruhe. Es ist ein Glaube, der nach Golgotha führt unter Schlägen und Beschimpfungen durch die Mächtigen dieser Welt, ihren willfährigen Höflingen und dem von ihnen kontrollierten Mob. Der Christ hat keinen anderen Weg als den Weg, den auch Sein Herr Jesus Christus gegangen ist. Er ist denselben Mechanismen und Gegenspielern ausgesetzt und demselben „Publikum“, das mit Mehrheitsentscheid die Freilassung von Barabbas forderte und die Kreuzigung für Christus. Alle, die sich dieser Tatsache entziehen und ein „anderes“ Christentum verbreiten möchten, ob Gläubige, Priester oder sogar Bischöfe, werden daran scheitern.