Haben sie die Angebote angenommen?

Ein Aspekt zum Thema „Wiederverheiratete Geschiedene“ wird m. E. überhaupt nicht angesprochen. Man bedauert den starken Anstieg der Scheidungen und zieht daraus den Schluss, die Lehre der Kirche müsse geändert werden. Allein diese Schlussfolgerung ist problematisch. Es kann doch wohl nicht sein, dass etwas Schlechtes gut wird, nur weil viele es tun. Aber es gibt auch Fragen, die überhaupt nicht gestellt werden. Gott schenkt den Menschen durch die Kirche zahlreiche Gnadenmittel, die ihnen helfen, ihr Leben nach Gottes Willen zu gestalten. Haben die Ehepaare, die mit ihrer Ehe gescheitert sind, diese Gnadenmittel angenommen, sprich, haben sie jeden Sonntag die hl. Messe besucht, haben sie miteinander gebetet, haben sie regelmäßig das Bußsakrament empfangen, haben sie in der hl. Schrift gelesen und auch mal in Bücher hineingeschaut, die uns helfen, unseren Glauben besser zu verstehen? Darüber gibt es keine Statistik, aber wenn heute nur noch 10% der Katholiken regelmäßig die Sonntagsmesse besuchen, darf man doch wohl leichte Zweifel anmelden. Und wenn man diese Gnadenmittel nicht genutzt hat, aber nun lautstark von der Kirche eine sog. Barmherzigkeit einfordert, erscheint das doch zumindest ein wenig unaufrichtig.

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Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann?

Derzeit erleben wir einen vielseitigen Angriff auf die katholische Kirche. Nicht nur von außerhalb der Kirche, sondern auch von innerhalb derselben, nämlich von den trojanischen Eseln des Gutmenschentums von der “Kirche von unten” bis hin zu oberen, bischöflichen, Rängen der Amtskirche, wie die Erklärung der deutschen Bischofskonferenz zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. zeigt.

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