Pfarrer Schießler – volle Kirche leerer Glaube

Pfarrer Rainer M. Schießler. Himmel, Herrgott, Sakrament. Auftreten statt austreten. – Kösel-Verlag 2016, 15. Auflage, 256 Seiten, gebunden, ISBN-10: 3466371473 / ISBN-13: 978-3466371471.  – 19.99 €

Gleich zu Beginn macht Pfr. Schießler gegen den „Anspruch auf ab­solute Wahrheit“ (S. 21) Front. Relativierend erklärt er den katholischen Weg als einen von vielen – und natürlich habe Christus keinesfalls „an die Grün­dung einer Amtskirche oder die Formulierung eines Katechismus oder an Enzykliken und Synoden gedacht“.

Entschieden lehnt der Autor die kirchliche Lehre von der „ewigen jungfräulichen Unversehrtheit Mariens“ (S. 195) ab.

Mit der kirchlichen Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe und der katholischen Sexualmoral insgesamt steht Pfr. Schießler ebenfalls auf Kriegsfuß.

Pfr. Schießler scheut sich nicht, die Ringe gleichgeschlechtlicher Paare als Zeichen der „Liebe und Treue“ in seinen „Gottes­diensten“ zu segnen und ihnen damit einen quasi-ehelichen Status zuzubilligen.

Entgegen den Fakten bestreitet Pfr. Schießler, dass die Ehelosigkeit den Priester von zeitraubenden familiären Aufgaben entlastet und ihn vollständig für den Dienst an der Gemeinde freistellt, mit der er „verheiratet“ ist (S. 187 f.).

Für das Priestertum der Frau zu streiten (S. 230 f.) ist müßig, da die Frage durch das Apostolische Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ (1994) von Johannes Paul II. lehramtlich entschieden wurde. Was bezweckt der Autor also, wenn er den Gläubigen vorgaukelt, hier könne sich (noch) etwas bewegen?

Vor lauter „Action“, Klamauk, Gags, Spektakel, Aufmerksamkeit heischender Projektgeilheit bleibt die Pastoral Schießlers allzu häufig an der Oberfläche haften, dringt sie nicht mehr zum Eigentlichen, Wesentlichen, zum Kern vor, führt sie nicht in die Tiefe und zur Fülle des Glaubens.

Ein höchst verqueres Verhältnis offenbart Pfr. Schießler zur Sünde. Mehrmals wiederholt er den populären Satz: „Die größte Sünde ist das ungelebte Leben“ (S. 186). Natürlich ist das falsch, weil undifferenziert, denn ein mit allen erdenklichen Lastern, Bösartigkeiten und moralischen „Schweinereien“ angefülltes, ausgeschöpftes, „gelebtes“ Leben dürfte keineswegs Gottes Wohlgefallen finden, ist also verwerflich. Ein sol­ches Leben überhaupt nicht gelebt zu haben, wäre ausnahmslos besser.

Mit unerbittlicher Schärfe fällt der Münchener Pfarrer über die Autoren des Jugendkatechismus „Youcat“ her, weil sie es als „eine große Sünde“ bezeichnen, „am Sonntag nicht in die Kirche zu gehen“ (S. 133 f.). Bissig fragt er: „Woher wissen die das? Hat etwa Gott ihnen das geflüstert?“ (S. 134). Das ist nun wirklich unverfroren. Die angesprochenen „Autoren“ geben hier nichts anderes wieder als die „Sonntagspflicht“, eines der fünf Kirchen­gebote.

Die Zehn Gebote als Normenkatalog für Christen kommen in Pfr. Schießlers Buch allerdings erst gar nicht zur Sprache. Nach ihm dient die Rede von der Sünde nur dazu, Menschen (immer noch) Angst vor Hölle und Ver­dammnis einzuflößen. Dem Herrn Pfarrer fehlt völlig das Grundverständnis, dass „Sünde“ die Grenze zieht zwischen gottgefällig und gottfeindlich, zwischen gut und böse. Die Grund-Sünde ist daher, wenn man die Sünde als Sünde nicht mehr (an)erkennen und wahrhaben will, sie nicht bekennt und nicht bereut.

Kommentar: Für mich demaskiert sich Herr Schießler am stärksten durch seine Aussage „Die größte Sünde ist das ungelebte Leben“. Hier denke ich vor allem an die millionenfach im Mutterleib getöteten Kinder. Das ist par ex­cel­lence ungelebtes Leben. Aber daran denkt Herr Schießler sicher nicht. Ich denke an die Märtyrer des Glaubens, an Behinderte und unheilbar Kranke, an Menschen, die ihr ganzes Leben in den Dienst am Nächsten stellen. All das ist ungelebtes Leben. Was bitte meint denn Herr Schießler mit „ungelebtem Leben“?

Eine ausführliche Rezension finden Sie hier.

Es ist Herrn Schießler unbenommen, den katholischen Glauben aufzugeben. Das tun viele. Charakterlos finde ich, dass er mit falschen Karten spielt und sich weiterhin als „katholischer Klamauk- und Gagpfarrer“ feiern lässt.

Die Hauptverantwortung aber trägt der „Apostelnachfolger“ Marx, der den katholischen Glauben nicht bewahrt sondern verhökert.

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Kein Durchblick bei der „Augsburger Allgemeinen“

 Ein Fragebogen, der vom Papst Franziskus an die Bischöfe gerichtet war, um für die Bischofssynode im Oktober 2014 ein Meinungsbild zu Fragen über Ehe und Familie zu bekommen, zog Kreise. Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ)  berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 17. Dezember an drei Stellen. Weiterlesen „Kein Durchblick bei der „Augsburger Allgemeinen““

Wachsende Anfeindungen gegen den Wahrheitsanspruch des Ewigen

Die ablehnende Haltung gegenüber bibeltreuen Christen ist nicht nur in den Medien zu beobachten, die sich sensationslüstern auf alles stürzen, was sich zum Nachteil der Kirche vermarkten lässt, sondern ist auch in der Kirche selbst anzutreffen.  Je entschiedener das christliche Bekenntnis ist, umso massiver die Angriffe. Nachdem die evangelische Kirche nichts Wesentliches mehr zu sagen hat, weil sie größtenteils zeitgeisthörig ist, ist sie weniger Angriffen als die katholische Kirche ausgesetzt. [zum Artikel]

Strafanzeige

Der Aachener Priester Guido Rodheudt hat am heutigen Mittwoch Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Aachen gegen David Berger wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung eingereicht. (…)  Er fühle sich auch als Repräsentant der katholischen Kirche einem Stellvertreterkrieg ausgesetzt, den Dr. Berger gegen die katholische Kirche als Ganze führe, weil sie ihn aus seiner Sicht dadurch diskriminiere, daß sie nicht seine Moralvorstellungen übernehme. [mehr]

David Berger lügt

Berger erklärte in der „tageszeitung“ vom 30. November, es gebe „keine Neujahrsansprache des Papstes, wo er die Homosexuellen nicht nur indirekt als Menschen zweiter Klasse bezeichnet und homosexuelle Veranlagungen verteufelt werden.“ Kreuz.net spitze zu, was Benedikt XVI. denke. Ebenfalls am 30. November wiederholte Berger im „Deutschlandradio Kultur“ diese These. „Homophobie“, so Berger, „ist das große Thema des Pontifikats von Benedikt XVI., keine Neujahrsansprache, wo der Papst nicht die Homosexuellen als den Untergang des Abendlandes betrachtet und sagt, wir müssen alles dafür tun, dass eine (…) Diskriminierung Homosexueller weiter aufrecht erhalten bleibt in den Staaten.“ [mehr]