Bischof Koch und die „Heutzutage-Katholiken“

Ein entlarvendes Grußwort

 

 

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in katholischen Einrichtungen und Diensten, sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe, Partnerschaft und Sexualität sind für Kinder und Jugendliche zentrale Themen bei der Entwicklung und Entdeckung ihrer eigenen Persönlichkeit und Identität. Das Erleben der uns von Gott geschenkten Sexualität prägt jeden Menschen ganz einzigartig.

Entsprechend stellt sich sexualpädagogische Arbeit als ein wesentliches und komplexes Handlungsfeld in der Begleitung von jungen Menschen in unseren Einrichtungen dar.

Hier stellt sich die Frage, welche Inhalte diese Arbeit aufzuweisen hat. Unter Bischof Koch sieht das so aus: „Auch Mädchen unter 18 Jahren haben grundsätzlich die Möglichkeit, eine Schwangerschaft in den ersten zwölf Wochen straffrei abbrechen zu können.“ Das ist keineswegs, wie oben behauptet, komplex, sondern absolut eindeutig.

Die Jugendkommission der deutschen Bischofskonferenz 1999 schrieb: „Wir wissen um die Schwierigkeiten, ohne Spannungen aufheben zu können. Aber wir wollen einander ermutigen, die Jugendlichen in konkreten Situationen nicht allein zu lassen und miteinander zu lernen.“ (AH 148 der DBK, S. 5). Diesem Zugang zu sexualpädagogischem Handeln in den unterschiedlichen katholischen Arbeitsfeldern möchte sich Bischof Koch ausdrücklich anschließen.

Das sind doch völlig leere Phrasen: „Wir wissen um die Schwierigkeiten, ohne Spannungen aufheben zu können.“ Was soll das denn heißen? Welch Spannungen sind da gemeint? Warum lassen sie sich nicht auflösen? Und wie will man einander ermutigen? Zu was will man einander ermutigen?  Was will man voneinander lernen?  Reine Worthülsen ohne jede inhaltliche Aussage! Die Ermutigung seitens Bischof Koch sieht wohl so aus,  „dass volljährige Personen grundsätzlich mit minderjährigen Personen schlafen dürfen, sofern es sich um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr handelt.“

Auf diesem Fachtag wird es in besonderer Weise darum gehen, den Spannungen zwischen katholischer Sexualmoral, eigener Haltung, Lebenswelt und den sexualpädagogischen Anforderungen am Arbeitsplatz nachzuspüren und ins Gespräch darüber zu kommen.

Dieses Geschwafel ist kaum zu verdauen. Es geht doch nicht darum, Spannungen zwischen katholischer Sexualmoral und eigener Haltung „nachzuspüren“. Die katholische Sexualmoral ist eindeutig, und die eigene Haltung des überwiegenden Teils der katholischen Jugend –  gefördert u. a. durch die bischöflich geduldete „Jugendarbeit“ das BdkJ – hat damit überhaupt nichts mehr am Hut.

Der Titel dieses Fachtages „In Freiheit und Verantwortung“ nimmt auch den Ansatz des miteinander Lernens auf. Eine Kirche, die den Menschen heutzutage versucht, ihre Meinung aufzuzwingen, ist verrückt.

Es ist entlarvend, dass Bischof Koch die kirchliche Lehre als „Meinung“ verkaufen will. Jeder kann natürlich anderer Meinung sein. Und Bischof Koch möge doch einmal sagen, wo heute die Kirche ihre „Meinung“ irgendjemandem aufzwingt. Folglich kann man seine Aussage nur so verstehen, dass die katholische Kirche verrückt ist, wenn sie ihre Lehre noch verkündet. Hat er noch nicht gemerkt, dass es ganz andere Kräfte sind, die ihre perversen Vorstellungen von Sexualität in unsere Gesellschaft tragen und die Jugend vom Kindergarten bis zum Gymnasium indoktrinieren?  Aber Bischof Koch hat nichts anderes zu bieten als den Schlachtruf: „Da mach ich mit!“ oder seiner politischen Ausrichtung folgend: „Das schaffen wir.“

Und dann ist da das verräterische Wort „heutzutage“.

Hat denn Herr Koch noch nie einen Blick in die Kirchengeschichte getan? Haben sich etwa die Christen im Römischen Reich den damals gesellschaftlichen Gepflogenheiten angepasst? Sie waren verrückt genug, sich ihnen zu widersetzen und nach ihrem Glauben zu leben. Damit waren sie überzeugend, aber viele hat es das Leben gekostet. Und in der neueren Geschichte? Unter dem Nationalsozialismus gab es – auch bis in die höchsten Ränge der katholischen Kirche – etliche die sich dem „heutzutage“ angepasst haben. Sie sicherten sich damit ihr irdisches Wohlergehen. Aber es gab auch die verrückten Zeitgenossen, die ihrem Glauben treu blieben und das oft mit dem Tod büßen mussten. Und auch heute – um auf das Thema der Fachtagung zurückzukommen – gibt es verrückte Jugendliche, die sich dem Sexterror nicht beugen wollen. Leider finden sie in Bischof Koch keinerlei Unterstützung  für ihr mutiges und überzeugendes Vorbild. Sie werden von ihm allein gelassen, weil er sich lieber einer durchsexualisierten und permissiven Gesellschaft anpasst als Zeugnis für eine christliche Lebensgestaltung abzulegen. Ihn mahnt Paulus vergebens:  „Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene (Röm 12,2) !

Wir müssen die Unterschiedlichkeit von Vorstellungen über Sexualität in unserer Gesellschaft zur Kenntnis nehmen. In der Begleitung  junger Menschen müssen wir aber auch in der Lage sein, profiliert zu begründen, dass der christliche Glaube und sein Menschenbild zur Selbstverwirklichung, zu wahrer Beziehung und Intimität freimachen können.

Ich kann das leider nicht anders sagen: Totaler Schwachsinn, was der Bischof hier von sich gibt. Wo ist denn diese „Unterschiedlichkeit von Vorstellungen über Sexualität in unserer Gesellschaft“?  Es gibt doch  nur noch die vollsexualisierte Gesellschaft und einige verrückte Katholiken, die sich ihr wiedersetzen. Und was will Herr Koch denn damit sagen, dass „der christliche Glaube und sein Menschenbild zur Selbstverwirklichung, zu wahrer Beziehung und Intimität freimachen können“? Meint Her Koch vielleicht folgenden Beitrag aus den „Praxistipps“ des Fachtages:

Wie funktioniert *** ? (Das Wort finden Sie auf S. 3 in den „Praxistipps“ des bischöflichen Sexteams.

  1. Erklärung des Begriffs
  2. Klischeesaufklären (nicht alle Männer wollen immer…)
  3. Auf sexuelle Bedürfnisse aufmerksam machen–nur das tun, was man auch selbst als lustvoll empfindet

Wie beruhigend: Nicht alle Männer wollen …  

Wie tief christlich: Nur das tun, was man selbst als lustvoll empfindet.

Ich möchte Sie ermutigen, sich hier und heute auf einen offenen Austausch einzulassen und sich in Ihrem Arbeitsalltag in diesem Sinne auf den Weg zu machen. Ich möchte Sie um profilierte sexualpädagogische Arbeit in Ihrer Einrichtung bitten und Ihnen Mut dazu machen. Es ist unser Auftrag, jungen Menschen dem Suchen und Fragen nach der eigenen Persönlichkeit und Körperlichkeit Ausdruck zu geben und ihnen dabei zur Seite zu stehen.

Diesen letzten Abschnitt des Grußwortes zu kommentieren erübrigt sich

 Hierzu wünsche ich Ihnen gutes Gelingen, wertvolle Impulse und Gottes Segen!

Erzbischof Dr. Heiner Koch

Berlin, 23. Februar 2016

Gottes Segen auf diesen Fachtag herabzurufen scheint mir nahe an der Blasphemie zu sein.

 

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Sexpastoral im Erzbistum Berlin

  • Ein 22jährigen Mann, will mit einem 15jährigen Mädchen (sie heißt „Elif“) schlafen. Ist das möglich?

Der Bischof weiß, dass volljährige Personen grundsätzlich mit minderjährigen Personen schlafen dürfen, sofern es sich um einvernehmliche sexuelle Handlungen/Geschlechtsverkehr handelt. Schwierig werde es jedoch immer dann, wenn sexuelle Handlungen oder Geschlechtsverkehr erzwungen werden.

  • Laura (15) möchte gerne mit ihrem Freund schlafen und denkt über die verschiedenen Verhütungsmittel nach. Sie befürchtet jedoch, dass ihre Eltern etwas merken.

Der Bischof meint, dass Lauras Arzt, weil sie ja jünger als 16 Jahre ist, ihre Eltern informieren könnte, dass sie Verhütungsmittel möchte. Laura kann aber versuchen, den Arzt oder die Ärztin davon zu überzeugen, dass sie reif genug ist (!!!), um diese Entscheidung zu treffen.“

  • Ein homosexuelles Paar von 18 und 16 Jahren will heiraten.

Der Bischof klärt auf, dass das erst geht, wenn beide volljährig sind.

  • Milena (15) ist ungewollt schwanger geworden.

Der Bischof beruhigt: Auch Mädchen unter 18 Jahren haben grundsätzlich die Möglichkeit, eine Schwangerschaft in den ersten zwölf Wochen straffrei abbrechen zu können.


Diese Beispiele mögen genügen, um die verantwortungsvolle, von katholischem Geist durchtränkte Jugendarbeit von Bischof Koch zu würdigen. Das Dokument, auf der Internetseite des Bistums Berlin (noch) nachzulesen, trägt den Titel: „Praxistipps für den Einsatz von Methoden in der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendgruppen“. Sollte das Dokument dort nicht mehr zu finden sein, können Sie es als PDF-Datei bei mir anfordern.

Was sich Bischof Koch hier leistet, ist für einen Katholiken (ich meine nicht bloße „Kirchensteuerzahler“) unbegreiflich. Dazu ein Kontrasttext aus dem „Katechismus der Katholischen Kirche“:

2353 Unzucht ist die körperliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, die nicht miteinander verheiratet sind. Sie ist ein schwerer Verstoß gegen die Würde dieser Menschen und der menschlichen Geschlechtlichkeit selbst, die von Natur aus auf das Wohl der Ehegatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet ist. Zudem ist sie ein schweres Ärgernis, wenn dadurch junge Menschen sittlich verdorben werden.
(Hervorhebungen von mir)

Fazit:

Bischof Koch verführt die ihm anvertrauten Jugendlichen zur Unzucht und trägt die Verantwortung dafür, dass sie sittlich verdorben werden.

Pfarrer Schießler – volle Kirche leerer Glaube

Pfarrer Rainer M. Schießler. Himmel, Herrgott, Sakrament. Auftreten statt austreten. – Kösel-Verlag 2016, 15. Auflage, 256 Seiten, gebunden, ISBN-10: 3466371473 / ISBN-13: 978-3466371471.  – 19.99 €

Gleich zu Beginn macht Pfr. Schießler gegen den „Anspruch auf ab­solute Wahrheit“ (S. 21) Front. Relativierend erklärt er den katholischen Weg als einen von vielen – und natürlich habe Christus keinesfalls „an die Grün­dung einer Amtskirche oder die Formulierung eines Katechismus oder an Enzykliken und Synoden gedacht“.

Entschieden lehnt der Autor die kirchliche Lehre von der „ewigen jungfräulichen Unversehrtheit Mariens“ (S. 195) ab.

Mit der kirchlichen Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe und der katholischen Sexualmoral insgesamt steht Pfr. Schießler ebenfalls auf Kriegsfuß.

Pfr. Schießler scheut sich nicht, die Ringe gleichgeschlechtlicher Paare als Zeichen der „Liebe und Treue“ in seinen „Gottes­diensten“ zu segnen und ihnen damit einen quasi-ehelichen Status zuzubilligen.

Entgegen den Fakten bestreitet Pfr. Schießler, dass die Ehelosigkeit den Priester von zeitraubenden familiären Aufgaben entlastet und ihn vollständig für den Dienst an der Gemeinde freistellt, mit der er „verheiratet“ ist (S. 187 f.).

Für das Priestertum der Frau zu streiten (S. 230 f.) ist müßig, da die Frage durch das Apostolische Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ (1994) von Johannes Paul II. lehramtlich entschieden wurde. Was bezweckt der Autor also, wenn er den Gläubigen vorgaukelt, hier könne sich (noch) etwas bewegen?

Vor lauter „Action“, Klamauk, Gags, Spektakel, Aufmerksamkeit heischender Projektgeilheit bleibt die Pastoral Schießlers allzu häufig an der Oberfläche haften, dringt sie nicht mehr zum Eigentlichen, Wesentlichen, zum Kern vor, führt sie nicht in die Tiefe und zur Fülle des Glaubens.

Ein höchst verqueres Verhältnis offenbart Pfr. Schießler zur Sünde. Mehrmals wiederholt er den populären Satz: „Die größte Sünde ist das ungelebte Leben“ (S. 186). Natürlich ist das falsch, weil undifferenziert, denn ein mit allen erdenklichen Lastern, Bösartigkeiten und moralischen „Schweinereien“ angefülltes, ausgeschöpftes, „gelebtes“ Leben dürfte keineswegs Gottes Wohlgefallen finden, ist also verwerflich. Ein sol­ches Leben überhaupt nicht gelebt zu haben, wäre ausnahmslos besser.

Mit unerbittlicher Schärfe fällt der Münchener Pfarrer über die Autoren des Jugendkatechismus „Youcat“ her, weil sie es als „eine große Sünde“ bezeichnen, „am Sonntag nicht in die Kirche zu gehen“ (S. 133 f.). Bissig fragt er: „Woher wissen die das? Hat etwa Gott ihnen das geflüstert?“ (S. 134). Das ist nun wirklich unverfroren. Die angesprochenen „Autoren“ geben hier nichts anderes wieder als die „Sonntagspflicht“, eines der fünf Kirchen­gebote.

Die Zehn Gebote als Normenkatalog für Christen kommen in Pfr. Schießlers Buch allerdings erst gar nicht zur Sprache. Nach ihm dient die Rede von der Sünde nur dazu, Menschen (immer noch) Angst vor Hölle und Ver­dammnis einzuflößen. Dem Herrn Pfarrer fehlt völlig das Grundverständnis, dass „Sünde“ die Grenze zieht zwischen gottgefällig und gottfeindlich, zwischen gut und böse. Die Grund-Sünde ist daher, wenn man die Sünde als Sünde nicht mehr (an)erkennen und wahrhaben will, sie nicht bekennt und nicht bereut.

Kommentar: Für mich demaskiert sich Herr Schießler am stärksten durch seine Aussage „Die größte Sünde ist das ungelebte Leben“. Hier denke ich vor allem an die millionenfach im Mutterleib getöteten Kinder. Das ist par ex­cel­lence ungelebtes Leben. Aber daran denkt Herr Schießler sicher nicht. Ich denke an die Märtyrer des Glaubens, an Behinderte und unheilbar Kranke, an Menschen, die ihr ganzes Leben in den Dienst am Nächsten stellen. All das ist ungelebtes Leben. Was bitte meint denn Herr Schießler mit „ungelebtem Leben“?

Eine ausführliche Rezension finden Sie hier.

Es ist Herrn Schießler unbenommen, den katholischen Glauben aufzugeben. Das tun viele. Charakterlos finde ich, dass er mit falschen Karten spielt und sich weiterhin als „katholischer Klamauk- und Gagpfarrer“ feiern lässt.

Die Hauptverantwortung aber trägt der „Apostelnachfolger“ Marx, der den katholischen Glauben nicht bewahrt sondern verhökert.

Getarnte Diener der Abtreibungslobby

Eine kaum beachtete, für Katholiken aber bedrückende Meldung fand sich am 24.05.2017 auf „rbb-online“: „Der umstrittene ‚Marsch für das Leben‘ verliert an Rückhalt in der Katholischen Kirche. Die diesjährige Veranstaltung in der Hauptstadt findet ohne die Unterstützung des Berliner Diözesanrats der Katholiken (BDK) statt. Die höchste Laienvertretung im Erzbistum lehnte einen Antrag zur Unterstützung bei ihrer jüngsten Vollversammlung mit großer Mehrheit ab, wie der Ratsvorsitzende Bernd Streich am Mittwoch sagte.

Was verrät uns diese Meldung? Was muss sich der unvoreingenommene Leser denken? Sicher kommt er nicht auf die Idee, der „Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin“ (BDK) habe etwas gegen Abtreibung, eher das Gegenteil. Weiterhin ist zu vermuten, dass der BDK sich politisch korrekt dafür stark macht, die Tötung Ungeborener aus der öffentlichen Diskussion fernzuhalten. Wer die ordinären bis blasphemischen Agitationen der Abtreibungsbefürworter beim letzten „Marsch für das Leben“ miterlebt hat, wundert sich natürlich, in welcher Gesellschaft sich der BDK anscheinend recht wohlfühlt. Auch der ökumenische Aspekt ist interessant, heißt es doch im oben erwähnten Beitrag auch: „Die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte sich von dem ‚Marsch für das Leben‘ distanziert. Die Landeskirche stehe für eine ergebnisoffene Schwangerenkonfliktberatung, hieß es im vergangenen Jahr [und warf] den Abtreibungsgegnern und ‚selbst ernannten Lebensschützern‘ religiösen Fundamentalismus vor.“ Hier kann man übrigens auch erkennen, dass sie so oft beschworene Formel „Wir haben mehr gemeinsam als uns trennt“ bzgl. der Tötung von Kindern im Mutterleib absolut zutreffend ist.

Schauen wir nun in den Text des BDK.

Es lässt niemand kalt, dass in Deutschland knapp 100.000 Kinder abgetrieben werden.

Das stimmt einfach nicht. Wer schon einmal an einem Stand für das Lebensrecht mitgearbeitet hat, weiß, dass diese Frage die meisten Zeitgenossen völlig kalt lässt. Und der BDK tut ja das Seine, um diese Thematik von den Menschen fernzuhalten.

Und auch wenn aktuell ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist, so kann und darf diese Situation nicht kommentarlos hingenommen werden, sondern bedarf […] einer kritischen und öffentlichen Diskussion.

Zunächst einmal zum Rückgang: Im ersten Quartal 2017 sind rund 26.600 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet worden: Das waren 1,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt mit. Und wo ist denn die „kritische und öffentliche Diskussion“. Sie findet einfach nicht statt. Und wie schon oben gesagt, genau das wird durch den BDK gefördert, indem er den Bürgern abrät, am „Marsch für das Leben“ teilzunehmen.

Ein erheblicher Teil der Befürworter des Marsches für das Leben lassen meines Erachtens diese differenzierte Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema vermissen. So wird bspw. weder die Not von Frauen nach Vergewaltigung und bei lebensgefährdenden Schwangerschaften in den Blick genommen …

Das sind doch schlicht hohle Sprüche ohne jeden Bezug zur Realität. Was soll denn das Gefasel von „differenzierte Auseinandersetzung“ und „komplexen Themen“? Ich vermute, der BDK weiß selbst nicht, was er damit meint. Wenn hier etwa gesagt werden soll, dass  Gegner der Abtreibung die Nöte einer ungewollt schwanger gewordenen Frau nicht sehen oder nicht sehen wollen, so ist das eine faustdicke Lüge. Gerade Gegner der Abtreibung bieten auf verschiedenen Ebenen qualifizierte Hilfestellung an. Und wo findet sich auch nur ein Wort der Kritik an jenen Frauen, die sich in einer lebensgefährdeten Schwangerschaft befanden (was beim heutigen Stand der Medizin äußerst selten ist) und sich für eine Abtreibung entschieden haben? Ich bitte um eine Quellenangabe. Und wenn eine Frau eine Abtreibung hat durchführen lassen, dann sind es wieder diese „fundamentalistischen“ Abtreibungsgegner, die ihr zur Seite stehen und sie der Barmherzigkeit Gottes anempfehlen. Was die Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung (ebenfalls äußerst selten) betrifft, mag ja der DBK dem empfangenen Kind das Lebensrecht absprechen, ein Christ tut das nicht. Und dann sind da die Tausende von abgetriebenen Kindern, deren Mütter sich weder in einer lebensbedrohlichen Situation befanden, noch einer Vergewaltigung zum Opfer gefallen sind. Das interessiert den BDK wahrscheinlich nicht, denn er ist ja schließlich nicht „der Hüter seines Bruders“.

Es sei auch darauf hingewiesen, dass es engagierte Katholikinnen und Katholiken nicht zuletzt aus dem Erzbistum Berlin waren, die mit der Gründung von „donum vitae“ dafür kämpften, dass die betroffenen Menschen in ihrer Not nicht allein gelassen werden.

Das ist blanker Sarkasmus. „Donum vitae“ (treffender genannt: Donum mortis) stellt die so harmlos genannten Beratungsscheine (treffender genannt: Tötungslizenzen) aus. Wie schon oben erwähnt, gibt es viele Beratungsstellen, welche die Menschen in ihrer Note nicht allein lassen. Nur ein gravierender Unterschied: Sie leisten keine Beihilfe zum Kindermord, sensibilisieren aber die hilfesuchende Frau für die Problematik einer Abtreibung, indem sie alle erdenkliche Hilfe anbieten, aber einen Freischein zur Tötung des Kindes verweigern.

Anmerkung zum sog. Beratungsschein:

Lassen Sie mich ein Beispiel aus dem alltäglichen Leben anführen. Wenn jemand von der Fahrschule die Bescheinigung über die „erfolgreich bestandene Fahrprüfung“ bekommt, dann macht das nur einen Sinn, wenn er danach auch ein Auto fahren darf. Ansonsten wäre diese Bescheinigung völlig sinnlos. Deshalb wird dem Fahrschüler nach erfolgter Fahrprüfung nicht eine Bescheinigung ausgestellt, sondern er erhält seinen Führerschein. Genauso ist es mit der Bescheinigung der Beratung bei „Donum mortis“. Die Beratungsbescheinigung ist als solche völlig nutzlos, wenn sie nicht gleichzeitig die Tötung des Kindes im Mutteleib für Arzt und Frau sraffrei stellt. Und damit leistet „Donum mortis“ und der DBK, der sich rühmt diesen Verein gegründet zu haben, Beihilfe zum Mord.

Fazit: Im BDK zeigt sich das wahre Gesicht des modernen Katholizismus.

 

Die zwei katholischen Kirchen

endreform

Moderne reformfreudige Bischöfe und Theologen scheinen Religion als Dienstleistungsunternehmen zur Befriedigung individueller Wünsche nach Wohlbefinden zu sehen. Der postmoderne Mensch fragt nicht nach der Wahrheit, sondern nach Genugtuung, Ruhe, Beseitigung von Schuldgefühlen. Daher bemühen sich auch reformfreudige Bischöfe und Priester, nicht „negativ“ aufzufallen, nicht der momentanen Mehrheitsmeinung zu widersprechen und ja nicht in einer kontroversen Frage die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. Ihr Ziel ist eine „gute Presse“ und die wird durch die Betonung des kleinsten gemeinsamen Nenners angestrebt, auch um den Preis der Aufgabe der eigenen religiösen Identität, oder durch auffällig lautes Nachsprechen der Meinung der Mächtigen, um von denen (und damit auch von den Medien) wohlwollend wahrgenommen zu werden.

endkath

Ein ehrliches und authentisches Christentum kann auf dem freien Markt der Religionen nicht mithalten. Es ist kein Glaube der psychologischen Genugtuung und der Ruhe. Es ist ein Glaube, der nach Golgotha führt unter Schlägen und Beschimpfungen durch die Mächtigen dieser Welt, ihren willfährigen Höflingen und dem von ihnen kontrollierten Mob. Der Christ hat keinen anderen Weg als den Weg, den auch Sein Herr Jesus Christus gegangen ist. Er ist denselben Mechanismen und Gegenspielern ausgesetzt und demselben „Publikum“, das mit Mehrheitsentscheid die Freilassung von Barabbas forderte und die Kreuzigung für Christus. Alle, die sich dieser Tatsache entziehen und ein „anderes“ Christentum verbreiten möchten, ob Gläubige, Priester oder sogar Bischöfe, werden daran scheitern.

EB Koch von schwulen Asylanten beeindruckt

Erzbischof Koch und Caritas-Direktorin Kostka zeigen besonderen Eifer und Einsatz gegenüber homosexuellen Flüchtlingen, ließen aber bisher dergleichen nicht gegenüber christlichen Flüchtlingen erkennen. [Artikel]

Politisch korrekt wurden von Staats wegen extra Heime für schwule Flüchtlinge eingerichtet, damit sie vor Verfolgung geschützt sind, während von offizieller staatlicher Seite von Christen verlangt wird, sie sollten gefälligst Toleranz lernen, indem sie mit ihren Verfolgern friedlich zusammenleben. Wie zynisch ist das denn?

EB Koch – ein mutiger Zeitgenosse

Der gefährlichste Abschnitt Ihres Lebens…

liegt längst hinter Ihnen, wenn Sie dies lesen. Die gefährlichste Zeit für Sie waren die ersten

12 Wochen Ihres Lebens nach der Zeugung durch Ihre Eltern. Rund 250.000 Kinder erreichen in Deutschland jährlich das Ende dieser 12-Wochen-Frist nicht: sie werden vorher unbarmherzig getötet. (CHRISTDEMOKRATEN FÜR DAS LEBEN e.V. INITIATIVE IN DER CDU/CSU)

Welche Stellungnahmen zum vieltausendfachen Kindermord gibt es von EB Koch, welche Initiativen hat er ergriffen?

Islamisten bedrohen Christen in Flüchtlingsheimen

Christliche Flüchtlinge sind in deutschen Asylbewerberheimen Übergriffen durch fanatische Muslime ausgesetzt, die nach der Scharia leben. Die Fundamentalisten drohen ihnen sogar mit Mord. (DIE WELT; 27.09.15) Welche Stellungnahmen dazu gibt es von EB Koch, welche Initiativen hat er ergriffen?

Sexualisierung der Jugend

Unter anderem werde von führenden Sexualpädagogen gefordert, man solle im Unterricht über Dildos, Taschenmuschis, Vibratoren, Handschellen, Aktfotos, Vaginalkugeln und sogar Lederpeitschen und Fetische sprechen. Themen wie Spermaschlucken, Dirty-Talking, Oral- und Analverkehr bis zu Gruppen-Sex-Konstellationen sollten dabei nicht ausgeklammert werden. (Bernd Saur, der Vorsitzende des Baden-Württembergischen Philologen-Verbandes)

Welche Stellungnahmen zur Auslieferung unserer Jugend an die Pornoindustrie gibt es von EB Koch, welche Initiativen hat er ergriffen?

Erzbischof besucht Zentrum für gleichgeschlechtliche Flüchtlinge

Dabei wolle der Erzbischof sich im persönlichen Gespräch über die Lage von homosexuellen und transgeschlechtlichen Flüchtlingen informieren… (kath.net 13.01.16)

Gratulation Herr Erzbischof zu Ihrem unerschrockenen

Engagement!

katholisch.de: Interview mit einem Sprücheautomaten

Das Niveau von katholisch.de sinkt leider immer mehr ab. Hier als Beispiel ein Interview unter dem Titel „Schockierende Beobachtungen„: Wie kann man zu einem Interview eine sog. Theologin einladen, die doch ohne Gehaltverlust auch durch einen politisch-korrekten Sprücheautomaten ersetzt werden könnte?

Weiterlesen „katholisch.de: Interview mit einem Sprücheautomaten“

„ZdK“ – Sexuelle Vielfalt auf katholisch

Aus einer Presseverlautbarung des „ZdK“

Wir bekennen uns zu diesem Lebensmodell und ermutigen Paare zum Eheversprechen und zur Gründung einer Familie… Freilich erkennt die Vollversammlung in dieser Erklärung auch an, dass die Werte, die die sakramentale Ehe als Bild für den Bund zwischen Gott und Menschen auszeichnen, wie das unverbrüchliche Ja zu der anderen Person, die stete Bereitschaft zur Versöhnung sowie die Aussicht auf eine fruchtbare Beziehung im Austausch der Gaben der Personen, auch in anderen Partnerschafts- und Familienformen gelebt werden… Die ZdK-Vollversammlung konkretisiert dies in einer Auflistung von Punkten, in denen sie den Bedarf sieht, eine Diskrepanz zwischen den Aussagen des päpstlichen Lehramtes und der auch von katholischen Gläubigen gelebten und erlebten Wirklichkeit in einer Gesellschaft mit vielfältigen sozial anerkannten Lebensformen zu überbrücken.

Ermutigen

Ebenso könnte sich das „ZdK“ folgendermaßen äußern: „Wir bekennen uns zu dem Lebensmodell, dass auch der noch nicht geborene Mensch ein Recht auf Leben hat und ermutigen Paare, ihr Kind nicht töten zu lassen. … Freilich erkennt die Vollversammlung in dieser Erklärung auch an, dass Werte auch in anderen Lebensentwürfen gelebt werden, indem man z. B. unerwünschte Kinder tötet. Die ZdK-Vollversammlung sieht hier den Bedarf, die Diskrepanz zwischen Gottes Geboten und der auch von katholischen Gläubigen gelebten und erlebten Wirklichkeit in einer Gesellschaft mit vielfältigen sozial anerkannten Lebensformen zu überbrücken.“

Das unverbrüchliche Ja zu der anderen Person

 Will das „ZdK“ jetzt bei der Segnung homosexueller Paare vielleicht auch die Versprechensformel „bis dass der Tod uns scheidet“ einführen? Und wie geht es weiter, wenn das „unverbrüchliche Ja“ nun doch zerbricht? Dann geht man wohl nach dem „ZdK“ eine weitere unverbrüchliche Bindung ein. Und ein Problem mit der Beichte gibt es auch nicht, weil ja das „Homopaar“ keine Ehe eingegangen ist und sich folglich nicht des Ehebruchs anzuklagen braucht.

auch in anderen Partnerschafts- und Familienformen

In der Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken anlässlich der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Vatikan 2015 heißt es u. a.:

Zugleich achten wir die Lebensgemeinschaften, in denen für uns wichtige Werte verwirklicht werden: verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung, Weggemeinschaft in Verbindlichkeit.

Verbindlichkeit, Treue, ja aufopferungsvolle Liebe findet sich in vielen menschlichen Beziehungen. Was hat das mit Familie zu tun? Und was hat das mit praktizierter Homosexualität zu tun? Und was meint das „ZdK“ überhaupt mit Familienformen? Ist damit auch die Homo-„ehe“ zu dritt gemeint? Vielleicht auch die heterosexuellen Beziehungen in der größeren Gruppe? Hier können doch auch die viel beschworenen Werte gelebt werden.

Die Vielfalt lässt grüßen! Diese Einschleimerei des „ZdK“ bei der Genderideologie bzw. Homolobby ist einfach widerlich. Besorgte Eltern gehen auf die Straße und lassen sich beschimpfen, weil sie ihre Kinder von einer antichristlichen und menschenverachtenden Ideologie schützen wollen. Folgende Fragen stellen sich besorgte Eltern:

  • Stärkt man ein Kind, wenn man es zwingt daran zu zweifeln, ob es Junge oder Mädchen ist?
  • Sollten Kinder nicht vor den erheblichen psychischen und physischen Risiken des homosexuellen Lebensstils gewarnt werden?
  • Ist es im Interesse der Kinder und Jugendlichen, zu Anal- und Oralsex angeleitet und mit der örtlichen Schwulenszene verlinkt werden, wie das durch die „Handreichung zu lesbischen und schwulen Lebensweisen“ des Berliner Senats und die Schriften der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geschieht?

Und das „ZdK“ hält das alles für gut und richtig, denn wer die Vielfalt der Familienformen propagiert, kann doch wohl nichts dagegen haben, dass diese Vielfalt auch in die Köpfe und Herzen der Kinder eingeschrieben wird.

In bereits einigen Bundesländern sollen die Schüler lernen, dass ihre Geschlechter lediglich »soziale Konstrukte« seien. Ihre »geschlechtliche Identität« könnten sie je nach Lebenslage ändern. Externe Referenten sollen die Schüler künftig »über die Vielförmigkeit sexuellen Lebens (LSBTI) und die Pluralisierung der Lebensstile« informieren und aufklären.

Die Charakterlosigkeit der „ZdK“-Mitglieder zeigt sich bei dieser Frage besonders deutlich. Die Protagonisten der „sexuellen Vielfalt“ sind da gradliniger. Sie erklären das christliche und bisher gültige Familienmodell als veraltet und diskriminieren alle, die daran festhalten wollen. Das „ZdK“ hat nun nichts Besseres zu tun, als sich mit den Zerstörern der christlichen Familie zu verbünden, indem man die christliche Familie als eine – wenn auch zu ermunternde – unter vielen Möglichkeiten darstellt. Verteidigern der christlichen Familie und besorgten – nicht nur katholischen – Eltern spuckt das „ZdK“ mit seiner Erklärung ins Gesicht.

Warum müssen die Themen der Grünen vom „ZdK“ wiedergekäut werden? Eines hat das „ZdK“ allerdings nicht bedacht: Die Propagandisten für ein neues Familienbild sind natürlich dankbar, dass sie nun auch ein Sprachrohr in der katholischen Kirche haben. Anerkennung verschafft sich das „ZdK“ allerdings mit seiner Einschleimerei nicht. Verräter wurden immer gerne benutzt, aber auch immer verachtet. Und man wird sich in diesen Kreisen über das „ZdK“ belachen und sich freuen, dass es auch in der katholischen Kirche „nützliche Idioten“ gibt.