Terror, Papst und Schwiegermütter

Mindestens 41 Christen sind bei zwei Terroranschlägen gegen Kirchen in Ägypten am heutigen Palmsonntag (09.04.2017) getötet worden. Dutzende wurden verletzt. In der koptischen Kirche Mar Gigis in der Stadt Tanta, rund 80 Kilometer nördlich von Kairo, war am Vormittag während der Messe ein Sprengsatz explodiert, der offenbar in der Nähe des Altars platziert war. Dabei starben bisher mindestens 30 Menschen. 60 weitere wurden verletzt.

Und hier eine Äußerung von Papst Franziskus, dem Verharmloser:

„In fast jeder Religion gibt es immer eine kleine Gruppe von Fundamentalisten – bei uns auch.“ Das sagte Papst Franziskus, als er von Journalisten gefragt wurde, warum er den Islam nicht im Zusammenhang mit islamistischem Terror nenne. So, wie es kriminelle Muslime gebe, gebe es auch kriminelle Katholiken: „Der eine tötet seine Freundin, der andere tötet seine Schwiegermutter, und das sind alles getaufte Christen.“

Welch weisen Papst wir doch haben!

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In einem Interview mit der französischen Zeitung „La Croix“ sagte Franziskus: „Es ist wahr, dass das Konzept der Eroberung der Seele des Islam innewohnt. Aber man könnte das Ziel des Matthäus-Evangeliums, in dem Jesus seine Jünger in alle Nationen aussendet, als gleichen Eroberungs-Begriff interpretieren.“

Wer weiß, wie der real existierende Islam derzeit Mission betreibt, wie er mit Konvertiten vom Islam zum Christentum umgeht, wie Christen in Ländern, in denen die Scharia gilt, verfolgt werden – und das mit dem Auftreten der Christen in muslimischen Ländern betrachtet, der kann angesichts dieser Papstworte nur den Kopf schütteln.

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Das neueste Papstdokument

kirchenspaltung

Der Erzbischof von Philadelphia, Charles Joseph Chaput, empfahl wiederverheirateten Geschiedenen in einer Handreichung seines Bistums wie „Bruder und Schwester“ zu leben, wenn sie die Kommunion empfangen wollten.

Quelle: Domradio

Die Bischöfe von Malta haben einem Medienbericht vom Samstag zufolge nun Leitlinien veröffentlicht, wonach wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion gehen und auch beichten können, wenn sie „im Frieden mit Gott“ leben.

Quelle: Radio Vatikan

Katholische Zeitung zur Entscheidung der Bischöfe von Malta: „Der Graben wird tiefer. Florenz gegen Rom, Polen gegen Argentinien, Malta gegen Mailand. Das nennt man ein faktisches Schisma.“

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Hat Papst Franziskus den Ernst der Lage erkannt?

Wie auch immer dieser leidvolle Konflikt enden wird: Es wird ein irritierendes Fragezeichen bleiben, wie es sein kann, daß ein Papst sich ziert und auch auf Anfrage weigert, die gültige Lehre der Kirche zu verkünden und zu bekräftigen. Den vier Unterzeichner der Dubia ist es zu verdanken, dieses untragbare Defizit ans Licht gebracht zu haben. Ein päpstliches Defizit, das mit Blick auf die Kirchengeschichte unverständlich und besorgniserregend ist. [zum Artikel]

Keine Antwort ist auch eine Antwort

Auf die „dubia“ der vier Kardinäle hat der Papst bis heute nicht geantwortet. Was folgt daraus? Ein klares  „Ja“ bzw. „Nein“ hätte bedeutet, dass der Papst entweder  bekennt, eindeutig  zur katholischen Lehre zu stehen, oder aber diese verändern zu wollen.  Da es für einen Papst keine Schande wäre, sich treu zur katholischen Lehre zu bekennen, muss man aus seinem Schweigen zumindest schließen, dass er dies nicht will.  Warum gibt er dann nicht durch eine Antwort auf die „dubia“ offen zu, dass er die Lehre der Kirche ändern will?  Hier kann man nur mutmaßen. Vielleicht sind seine Säuberungsaktionen noch nicht so weit fortgeschritten, dass er dieses Vorhaben ohne massiven Protest zu riskieren noch nicht realisieren kann.

Zweifel ist noch keine Verzweiflung

Vier Kardinäle stellen sich Papst Franziskus und seinem nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia frontal in den Weg… Die Unterzeichner ließen Papst Franziskus ihre Zweifel vertraulich zukommen. Nachdem sie der Papst keiner Antwort würdigte, haben sie ihre Dubia nun öffentlich gemacht. [mehr]

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„Manche verstehen immer noch nicht

Die bissigen Kritiker der 4 Kardinäle, eine Bande von Heuchlern & wahre Fundamentalisten

Als 1994 die Glaubenskongregation Antwort gab, wo Papst Franziskus sie heute verweigert

Ein relativ katholischer Papst

Nicht dass jemand so redet, wie Franziskus redet, ist das Problem – sondern dass ein Papst so redet. Und dass damit ein Papst, dem nichts über den Glauben der Apostel gehen sollte, ununterscheidbar wird in der Riege der weltlichen Herren. Wenn der „Oberste Priester der Weltkirche“ ein in weiß gewandeter Dalai Lama sein will, ein Uno-Generalsekretär mit Brustkreuz, dann werden die essenziellen Aufgaben des Papstes zu Zufälligkeiten, zu Dreingaben, an denen je nach Situation festgehalten werden kann oder nicht: die Herde zu weiden, die Menschen zu Christus zu führen. [mehr]

Was uns verbindet?

 

Was uns verbindet

Der Papst sagte im Interview bei „La Croix“:
“It is true that the idea of conquest is inherent in the soul of Islam. However, it is also possible to interpret the objective in Matthew’s Gospel, where Jesus sends his disciples to all nations, in terms of the same idea of conquest.”

„Es stimmt, daß die Idee der Eroberung zum Geist des Islams gehört. Aber man könnte auch das Ende des Matthäus-Evangeliums in diesem Sinne interpretieren, wo Jesus seine Jünger in alle Welt zu allen Völkern schickt.“

Hier das Original des Interviews